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PFARREI HEILIG GEIST HAMBURG

Nr. 118 // 23. Januar 2026

Alle Termine, Veranstaltungen, Gottesdienste:
Spirit für die Woche

Liebe Leserinnen und Leser,


der Januar nähert sich dem Ende, und das Jahr nimmt nun wirklich Fahrt auf.

Worauf wir uns freuen

Auf den Beginn eines neuen Firmungszyklus. Die Anmeldung für junge Leute, die vor dem 1. Juli 2010 geboren wurden, hat begonnen und geht bis 1. Februar.

Auf den Fasching der Pfarrei am 7. Februar: norddeutsch, heiter und zugewandt. Das Motto heißt Willkommen an Bord. Der Vorverkauf läuft.

Auf den Beginn der Ansgarwoche am 31. Januar: Lebendige Weltkirche live erleben um 18.15 Uhr mit Dekan Thomas Benner und am 1. Februar 10.00 Uhr im Pontifikalamt mit Erzbischof Heße, beides im Mariendom.

Auf vielfältige Angebote im Februar, die schon auf die vorösterliche Zeit verweisen: einen Taizé-Abend in St. Antonius oder den Abend für Singles sowie mehrere Exerzitien-Angebote. Dazu mehr auf unserer Webseite.

Wer war eigentlich Ansgar?

Der heilige Ansgar wird immer als Apostel des Nordens bezeichnet, ist aber weit mehr als ein einfacher Missionar. Weil er mit der Gründung Hamburgs in Zusammenhang steht, ist er gerade in unserer Stadt von großer Bedeutung. Geboren 801 in der Picardie, kam er dort mit fünf Jahren ins Kloster, der einzige Ort zu dieser Zeit, an dem verlässlich Lesen und Schreiben gelehrt wurde. Bereits mit Anfang 20 leitete er das Kloster Corvey (Corbie) an der Weser, das hunderte von gebildeten und weitgereisten Mönchen beherbergte. Dies ist wichtig, weil dort, wo Klöster waren, „Vertragskompetenz“ herrschte. Durch stetige Kämpfe und dynastische Verschiebungen, durch Zugriffsrechte von Papst, Kaiser, benachbarten (Erz)Bischöfen oder Uminterpretationen von Nachfolgern (Rimbert!) wurden Einflussbereiche nicht nur ständig verschoben, sondern auch stets neu interpretiert. In Klöstern aber wurden historische Erinnerungen abgelegt, konnten „Fake News“ korrigiert werden.

Was die Forschung mittlerweile als sicher akzeptiert: 834 wurde Ham(ma)burg durch Kaiser Ludwig den Frommen Bischofsitz und Ansgar vollumfänglich Erzbischof. Papst Gregor indessen verlieh ihm das Pallium und damit die Würde des Erzbischofs – aber nur für die Nordalbingi nördlich Elbe, also mit Einschränkung! Ein Einfall von Wikingern 845 ließ Hamburg zerstört zurück, auch verlor Ansgar durch den „Vertrag von Verdun“ wichtige Unterhaltsansprüche. Zwischenzeitlich wurde Hamburg dem Bistum Bremen (Erzbistum Köln) zugeschlagen. Später wurde Ansgar durch Ludwig den Deutschen Bischof von Bremen. In diese Zeit fällt auch seine Reisetätigkeit in die skandinavischen Länder, Hamburg war erst einmal abgeschrieben. Wie immer man die Bedeutung von Ansgar für das frühe Hamburg bewertet: Immer brauchte er starke Verbündete, je weiter oben im Frankenreich oder in Rom, desto besser, denn Urkundenfälschungen, Halbwahrheiten und Machtkämpfe, die Konkurrenz kirchlicher und weltlicher Macht, waren an der Tagesordnung. Ständig mussten Widersacher eingebunden, neue Allianzen geschmiedet werden. „Durchregieren“ war so gut wie unmöglich, „durchmissionieren“ nicht weniger.

Dennoch bleibt Ansgar für die Länder des Nordens maßgeblich, und deshalb wird im Jahr 2026 in Dänemark und in Skandinavien das 1200-jährige Jubiläum des Beginns der Missionierung gefeiert, und das konfessionsübergreifend! Auch wenn Rimbert als Ansgars Nachfolger die Bedeutung der Nordmission etwas „angereichert“ haben mag. Eine andere Quelle gibt es nicht, und das zählt!

Herzliche Grüße + bis nächste Woche
Christina Knüllig (Referentin Öffentlichkeitsarbeit)
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