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PFARREI HEILIG GEIST HAMBURG

Nr. 119 // 30. Januar 2026

Alle Termine, Veranstaltungen, Gottesdienste:
Spirit für die Woche

Liebe Leserinnen und Leser,


heute habe ich Ihnen ein Fundstück über die Liebe mitgebracht, von dem weiter unten gleich die Rede sein wird. Zuvor der Ausblick auf das Kommende.

Worauf wir uns freuen

Auf den Fasching der Pfarrei am 7. Februar: norddeutsch, heiter und zugewandt. Das Motto heißt Willkommen an Bord. Verkleidung ist möglich, aber kein Muss. Der Vorverkauf läuft.

Auf den Beginn der Ansgarwoche am 31. Januar: Lebendige Weltkirche live erleben um 18.15 Uhr mit Dekan Thomas Benner und am 1. Februar 10.00 Uhr im Pontifikalamt mit Erzbischof Heße, beides im Mariendom.

Auf vielfältige Angebote im Februar, die die Fastenzeit einläuten. In unseren drei Gemeinden wird es ein vielfältiges Angebot geben. Alles Weitere finden Sie jeweils im Spirit für die Woche, der Webseite und den Aushängen. Stellvertretend sei hier ein Taizé-Abend in St. Antonius und der Abend für Singles genannt. Nächste Woche stellen wir an dieser Stelle Exerzitien-Angebote vor.

Fundsache: Wie Liebe geht

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber manchmal hört man eine Musik, einen Impuls oder eine Lesung und plötzlich ist es da, das Gefühl, etwas verstanden zu haben, Teil von etwas Größerem zu sein, auch dem Glauben so näher zu kommen. So ist es mir kürzlich mit der 1945 geborenen Autorin Natascha Wodin gegangen, deren neuestes Buch, Die späten Tage auf NDR Kultur gelesen wird. Wodin gehört einer Generation an, deren Familien – von uns heute kaum mehr nachvollziebar – schweren Schicksalsschlägen und absurden Verfolgungen unter Hitler und Stalin ausgesetzt war. Die Autorin selbst noch hat immer wieder schmerzliche Trennungen und Abbrüche erfahren müssen und erlebt nun in fortgeschrittenem Alter noch einmal das Wunder und die Pein der Liebe. Sie schreibt:

„Vielleicht habe ich noch eine kleine Chance, etwas zu lernen. Immerhin habe ich inzwischen begriffen, dass Liebe nicht einfach ein schönes Gefühl ist, sondern die wahrscheinlich größte Herausforderung, die es im Leben gibt. Es geht darum, einen Menschen mit allem zu lieben, was er ist. Auch und vor allem mit dem, was man an ihm nicht liebt. Mit seinen Dummheiten seinen blinden Flecken, seinen Schwächen und Hässlichkeiten. Mit dem Zweifel, den er in sich trägt, mit seinem Schatten. Man muss es aushalten, mehr über ihn zu wissen als er selbst über sich weiß und gleichzeitig akzeptieren, dass man letztlich nichts weiß, dass der andere immer ein Geheimnis bleibt. Man muss immer wieder versuchen, das Unannehmbare an ihm anzunehmen, gerade das. Sonst ist es keine Liebe, sondern nur Spaß. Nichts verlangt von uns entschiedener, über unsere Grenzen zu gehen als die Liebe. Insofern macht uns nichts freier, nichts weiter als sie. … Ich musste 80 Jahre alt werden, um das zu verstehen.“

Herzliche Grüße + bis nächste Woche

Christina Knüllig
(Referentin Öffentlichkeitsarbeit)
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