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PFARREI HEILIG GEIST HAMBURG
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Nr. 123 // 27. Februar 2026
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Alle Termine, Veranstaltungen, Gottesdienste: Spirit für die Woche
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Liebe Leserinnen und Leser,
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vor wenigen Tagen jährte sich der Überfall auf die Ukraine zum vierten Mal. Noch immer ist kein solider Frieden in Sicht. Und dass, obwohl uns so viele Sicherheitsexpertinnen und Thinktank-Größen 2022 einen „kurzen Krieg“ in Aussicht gestellt haben.
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Als Katholikinnen und Katholiken haben wir ein besonderes Verhältnis zum Frieden. Das Neue Testament ist von Vergebung und Gewaltlosigkeit geprägt, in jedem Gottesdienst wünschen wir ihn uns gegenseitig. Krieg und Frieden sind aber keine zwei Alternativen, die man einfach so wählen kann, beide finden in einem größeren Zusammenhang statt, bei dem eine Seite am „längeren Hebel“ sitzt: mehr Rücksichtslosigkeit, mehr Machtstreben, mehr Waffensysteme oder Soldaten. Jüngst hat sich noch einmal Alt-Bundespräsident Joachim Gauck in die Debatte eingeschaltet. Er sticht insofern heraus, weil gerade die Evangelische Kirche in Deutschland aus den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs lernend sehr stark auf Frieden als oberstes Ziel setzt. Gauck aber ist aufgrund seiner Herkunft und dem Schicksal seines Vaters als Opfer des Stalinismus (anders als viele Liberale im Westen) von einer differenzierten kritischen Sicht auf Russland, auf absoluten Machtanspruch, geprägt.
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Friedenswunsch nach der Erfahrung des Zweiten Weltkriegs
Als ehemaliger Pfarrer und Theologe ist er sich seines Standpunktes nur allzu bewusst:
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„Ich weiß, wie tief der Pazifismus in Teilen unserer Gesellschaft verwurzelt ist. Krieg, das bedeutet ja tatsächlich Schrecken, Tod, Verletzung, Schmerz. Zudem war Deutschland im 20. Jahrhundert der Kriegstreiber, der Schuldige, der Massenmörder. Daher die Distanz zum Militärischen und das immer wieder bekundete „Nie wieder!“ in unserem Land. Doch ich warne davor, dass wir uns in eine Form der Selbsttäuschung zurückziehen. Nur weil ich selbst der Gewalt abschwöre, schaffe ich die Gewalt nicht aus der Welt. So zu tun, als bräuchten wir keine Soldaten, ist ebenso abenteuerlich, wie zu glauben, wir bräuchten keine Polizisten. Das Böse ist in der Welt.“
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In diesem Sinne macht er sich für eine „wehrhafte Demokratie“ stark, die liberale Werte mit „Verteidigungsbereitschaft“ paart. Vielleicht haben Sie Lust, die Gauck‘sche Position einmal näher zu verfolgen. Im Netz gibt es eine Fülle von Statements und Aufsätzen.
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Am Wochenende und in der kommenden Woche freuen wir uns:
- Auf den Beginn der Hamburger Frühjahrsferien, wer schulpflichtige Kinder hat
- Auf das allgemeine Frühlingserwachen und die vielen Angebote zur Fastenzeit, die Sie im beiliegenden Spirit für die Woche finden.
Herzliche Grüße + bis nächste Woche Christina Knüllig (Referentin Öffentlichkeitsarbeit)
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