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PFARREI HEILIG GEIST HAMBURG
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Nr. 151 // 16. Oktober 2026
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Alle Termine, Veranstaltungen, Gottesdienste: Spirit für die Woche
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Geschenkte Zeit
Liebe Leserinnen und Leser,
Zeit ist das Selbstverständlichste der Welt – bis sie es plötzlich nicht mehr ist. Immer wieder führt uns das Leben die eigene Endlichkeit vor Augen: durch Menschen in unserem Umfeld, die schwer krank sind oder sterben. Oder wenn wir hören, dass auch der Papst in diesen Tagen von Krankheit gezeichnet ist und uns daran erinnert, wie zerbrechlich das Leben ist.
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Und manchmal wird uns das Geschenk der Zeit ganz unverhofft bewusst. Am vergangenen Dienstag wollte ich mit meiner Tochter zum Schwimmkurs – wie immer unter Zeitdruck, schnell noch hin. Erst vor Ort, schon im Badeanzug am Infostand, stellten wir fest: In den Ferien fällt der Kurs aus. Und plötzlich hatten wir sie einfach da – diese unverhoffte, freie Zeit. Also sind wir trotzdem ins Wasser, haben geschwommen, getaucht und Quatsch gemacht. Und obwohl es viel zu voll war, weil ja Ferien waren, war es eine wunderschöne geschenkte Zeit – nur noch getoppt durch ein Slush-Eis und eine überglückliche Tochter.
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So eine Insel mitten im vollen Alltag hätte ich mir selbst nie eingeplant – dafür ist bei uns sonst alles viel zu sehr auf Kante genäht. Denn neben meiner Arbeit in der Pfarrei stecke ich gerade in einer Fortbildung, und dadurch bleibt weniger Zeit für meine Kinder. Gerade deshalb plane ich sie umso bewusster ein. Sie laufen nicht einfach nebenher mit – ich lasse dann auch mal die Küche dreckig stehen oder wir gehen spontan noch nach draußen. Die Zeit, die ich habe, nutze ich bewusst: für meine Kinder, aber auch für meinen Mann und für mich selbst. Denn es ist genauso wichtig, dass es mir gut geht – und sei es nur ein Moment allein auf der Terrasse, mit einem Kaffee am Morgen, während noch alle schlafen.
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Vielleicht ist genau das der Kern: zu spüren, dass Zeit nichts Selbstverständliches ist. Für uns als Katholiken steckt in dem Wort „geschenkt“ schon die Antwort. Unsere Zeit ist nicht unser Besitz, sondern Gabe Gottes. „Unsere Tage zu zählen, lehre uns! Dann gewinnen wir ein weises Herz“, heißt es im Psalm 90. Kein Tag ist selbstverständlich – jeder ist uns anvertraut.
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Vielleicht ist das die stille Einladung des Glaubens: die geschenkte Zeit dankbar anzunehmen und bewusst zu leben. Manchmal verkleidet sie sich als ausgefallener Schwimmkurs, manchmal als ernste Nachricht. Beides sagt dasselbe: Lebt die Zeit, die euch geschenkt ist. Heute. Nicht morgen.
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Zur geschenkten Zeit gehört aber auch, sich Zeit für die Trauer zu nehmen – und für die Menschen, die uns vorausgegangen sind. Rund um Allerseelen laden wir dazu besonders ein: Vom 31. Oktober bis 4. November sind unsere drei Kirchen täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet – zum Gebet, zum Anzünden einer Kerze oder für einen Eintrag ins Trauerbuch. In der Vorabendmesse zu Allerseelen am Sonntag, 1. November, um 18 Uhr in St. Antonius beten wir namentlich für die Verstorbenen – gerne auch für Ihre, wenn Sie uns die Namen bis zum 27. Oktober mitteilen. Am selben Tag von 15 bis 17 Uhr gibt es mit „Der Trauer Farbe geben” zudem ein Angebot zum intuitiven Malen im Gemeindehaus St. Antonius (max. 8 Personen, Anmeldung bis 26. Oktober). Alle Infos und Kontakte finden Sie unter „Zeit der Trauer und des Trostes” auf unserer Website.
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Und wo wir gerade von geschenkter Zeit sprechen: Auch „100 Jahre St. Elisabeth” sind gelebte, geschenkte Zeit – über Generationen hinweg. Das ganze Programm zum Jubiläum finden Sie auf unserer Website. Herzliche Grüße
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Tanja Dirbach Koordinatorin für Öffentlichkeitsarbeit
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