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PFARREI HEILIG GEIST HAMBURG

Nr. 143 // 21. August 2026

Alle Termine, Veranstaltungen, Gottesdienste:
Spirit für die Woche

Liebe Leserinnen und Leser,


gestern gingen die langen Hamburger Ferien zu Ende, und schon ein paar Tage zuvor haben wir bemerkt, dass alle in die Stadt zurückkommen. Die Supermarktregale stellenweise leer, Parkplätze wieder Mangelware und mehr Kinderstimmen auf Spielplätzen und Schulhöfen.

Der Hamburger Sommer zeigte sich, anders als im hitzegeplagten Süden, prächtig, kurze Regentage haben das Stadtgrün erhalten. Unsere Kirchen waren gut besucht, nur diesmal von anderen Menschen. Der Sommer mit seinen hellen Nächten und Tagen ist bei aller Lebhaftigkeit und Reiselust auch eine „gedehnte Zeit“. Die Geschäftigkeit nimmt ab, und man kann einmal wieder zuhören. So konnten wir in dieser Zeit an vier Sonntagen sehr starke Predigten von Pfarrer Benner vernehmen, bei der immer wieder der Name John D. Caputo (ausgesprochen Kapjuto) fiel. Dieser, Jahrgang 1940, ist ein us-amerikanischer Theologe und Philosoph, der ein sehr „anderes“ Gottesbild vertritt.

Caputo und der schwache Gott
„Der Philosoph John D. Caputo deutet den Glauben als radikale Bereitschaft, sich auf das ‚Unbedingte‘, auf Gott einzulassen. Gott aber versteht er nicht als machtvollen Herrscher, sondern als ‚Ereignis‘, als ‚schwach‘ in der Gestalt der Liebe und als Impuls zur Veränderung.“ (Predigt v. 2. August). Anhand der Gleichnisgeschichten an den August-Sonntagen gab es immer wieder Beispiele für diese ganz andere Sichtweise Caputos, so etwa bei der Brotvermehrung: „Gott, so sagt er, greift nicht ein; er zwingt zu nichts … Gott ist wie ein Ruf. Ein leiser, unbedingter Anspruch, der uns im Anderen begegnet. Seine Macht, die ein Ereignis der Liebe ist, zeigt sich - so J.D. C. - nicht in Machttaten oder Überfluss, sondern im leisen Appell an die Verantwortung des Menschen: ‚Gebt ihr ihnen zu essen.‘“ (Predigt vom 2. August)

Wer sich näher für John D. Caputo interessiert, dem sei ein Interview mit ihm und seinen deutschen Übersetzern auf der theologischen Webseite Feinschwarz empfohlen. Dort wird auch auf sein Gesamtwerk verwiesen.

Worauf freuen wir uns demnächst?

Für die perfekte Vorfreude bitte unbedingt das beigefügte Spirit für die Woche beachten, denn es geht wieder los. Zum Beispiel mit:
  • der regelmäßigen Kinderkirche in St. Antonius und einzelnen in St. Bonifatius und St. Elisabeth
  • den Glaubensgesprächen in St. Antonius, dem Kirchenkaffee am Sonntag und dem Begegnungscafé
  • der Nacht der Kirchen mit der beliebten Gitarrennacht, ebenfalls in St. Antonius
  • dem Sommerfest in St. Elisabeth am 19. September als Auftakt zu den Festwochen zum 100-jährigen Jubiläum. Dessen Programm steht bereits auf der Webseite und liegt in allen drei Kirchen aus.
  • vielen weiteren sorgfältig vorbereiteten Veranstaltungen und Workshops.

Mit den besten Grüßen + bis nächste Woche

Christina Knüllig
(Referentin für Öffentlichkeitsarbeit)
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