Wir trauern um Pfarrer em. Klaus K. Alefelder

Am vergangenen Sonntag, dem 4. Oktober 2026, hat Gott Pfarrer em. Klaus K. Alefelder im Alter von 83 Jahren zu sich gerufen. In Trauer und großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von einem Priester, der St. Elisabeth 25 Jahre lang geprägt hat.
Klaus Alefelder wurde 1943 in Reinbek geboren und wuchs in Bergedorf und Lohbrügge auf. Am 21. Juni 1969 wurde er zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Blankenese und ab 1980 Pfarrer in Bad Bramstedt/Kaltenkirchen. Am 28. Januar 1990 wurde er als Pfarrer von St. Elisabeth eingeführt, zehn Jahre lang war er zugleich Dechant für Hamburg-Mitte.
Die Mitte seines Dienstes war die Eucharistie. Er feierte sie würdig und mit Ehrfurcht vor dem Geheimnis, als „Quelle und Höhepunkt“ des kirchlichen Lebens. In seinen Predigten wurde er nicht müde zu sagen, dass wir uns Gottes Liebe nicht verdienen müssen. Gott schenkt sie uns zuvorkommend, ja „verschwenderisch“ in Jesus Christus. Diese frohe Botschaft hat er verkündet und gelebt.
Vieles, was er angestoßen hat, trägt bis heute. Zu seinem Silbernen Priesterjubiläum 1994, im Jahr des Völkermords in Ruanda, bat er um Spenden für Waisenkinder. Daraus wuchs 1996 die Partnerschaft mit den Benebikira-Schwestern, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Mit St. Nikolai begründete er 1998 den ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag. Eigentlich war er nur „einmalig“ genehmigt, inzwischen ist er eine feste Tradition. Auf seine Anregung erinnert eine Gedenktafel an den seligen Johannes Prassek. Zusammen mit dem Kirchenvorstand legte er den Grundstein für die St. Elisabeth Stiftung. Er förderte den Kirchenchor und die Familienmessen, stand der spanischsprachigen Gemeinde solidarisch zur Seite und gab Woche für Woche Religionsunterricht an der Schule Hochallee, wo jede Stunde mit einem Gesätz des Rosenkranzes begann.
Wer ihn kannte, schätzte seinen feinen Humor und seine Fähigkeit, auch selbstkritisch zurückzublicken. Selbst eine lebensbedrohliche Erkrankung im Jahr 2009 hielt ihn nicht von seinem Dienst ab. 2015 trat er in den Ruhestand und lebte seitdem in der Nähe des Mariendoms. Unserer Gemeinde blieb er bis zuletzt verbunden. Noch in diesem Jubiläumsjahr schrieb er für unsere Festschrift: „In St. Elisabeth habe ich mich immer gut verstanden gefühlt.“
Ein Kindergartenkind fragte ihn einmal: „Herr Pastor, wozu gibt es die Welt?“ Diese Frage hat er nie vergessen. Wir vertrauen darauf, dass er die Antwort nun schauen darf: bei dem, der alles aus Liebe geschaffen hat.
Wir danken Gott für sein Leben und seinen Dienst. Wir empfehlen ihn der Barmherzigkeit Gottes und sind im Gebet mit allen verbunden, die um ihn trauern.
Herr, gib ihm die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihm. Lass ihn ruhen in Frieden. Amen.
In der Kirche St. Elisabeth liegt ein Kondolenzbuch aus. Dort können Sie Ihre Erinnerungen, Gedanken und Gebete für Pfarrer Alefelder eintragen.
Bild: Caroline Beyer

