Gottesdienste zu Pfingsten

Pfingsten ist das Hochfest unseres Namenspatrons, des Heiligen Geistes. Die zentrale diesjährige Feier findet am Pfingstsonntag, dem 19. Mai um 10.00 Uhr in der Kirche St. Elisabeth, Obersraße 67, Ecke Hochallee statt.

Hinweis: Die Hl. Messen um 9.30 und 18.00 Uhr in St. Antonius und um 11.30 Uhr in St. Bonifatius entfallen an diesem Tag. In allen drei Kirchen wird am Vorabend um 18.00 Uhr eine Vorabendmesse zu Pfingsten gefeiert.

Neue Doppelspitze für die Pfarrei

Dekan Dr. Thomas Benner und Dr. Pavlo Vorotnjak – Pfarrer der katholischen Pfarrei Heilig Geist Hamburg
Unsere künftige Pfarreispitze: Dr. Pavlo Vorotnjak (links) und Dr. Thomas Benner (rechts)

Am 5. November werden Probst Dr. Thomas Benner und Dr. Pavlo Vorotnjak im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in St. Bonifatius in ihre Ämter als Pfarrer und neue Leiter unserer Pfarrei Heilig Geist eingeführt

Thomas Benner, zuletzt katholischer Dekan für Schleswig-Holstein und Pfarrer in Kiel, ist außerdem katholischer Dekan für Hamburg. In der Erzdiozöse ist er Nachfolger von Domkapitular Peter Mies, der am 13. August verstorben ist. Pfarrer Vorotnjak leitete die Pfarrei seit dem Abschied von Pfarrer Franz Mecklenfeld als Pfarreiadministrator.

Thomas Benner wurde 1960 in Thuine/Emsland geboren. 1987 empfing er in Osnabrück die Priesterweihe und arbeitete danach zunächst als Seelsorger in Kiel und Neumünster. 1992 wurde er Kaplan und Sekretär des Osnabrücker Bischofs Ludwig Averkamp. 1997 wurde er Regens des Hamburger Priesterseminars. Ein Jahr später schloss er eine theologische Promotion ab. 2013 übernahm er die Leitung der Pfarrei in Hamburg-Blankenese. 2018 wechselte er als Pfarrer und Propst nach Kiel. Von dort ist er nun nach Hamburg zurückgekehrt.

Einführungsgottesdienst:
Sonntag, 5. November, 15.00 Uhr St. Bonifatius, Am Weiher 29

Eintreten für die Demokratie

Gemeinsames Wort der katholischen nord-ostdeutschen Bischöfe

2024 ist ein Jahr der Wahlen. Die Wahlen zum Europäischen Parlament, zu den Landtagen von Brandenburg, Sachsen und Thüringen sowie auf kommunaler Ebene fordern unsere Verantwortung. Wir stehen als Gesellschaft national wie auch auf europäischer Ebene vor großen und komplexen Herausforderungen. Deren Folgen spüren wir schon jetzt. Ihre Bewältigung verlangt uns viel ab.

Viele Menschen verstehen politische Entscheidungen nicht mehr. Sie sind verunsichert, wütend und haben Angst vor dem sozialen Abstieg. Das darf uns nicht dazu bringen, uns von populistischen Aussagen und scheinbar einfachen Lösungen vereinnahmen zu lassen.

Wir Bischöfe beobachten diese Entwicklungen in unserem Land mit Sorge. Demokratische Prozesse und Institutionen werden angezweifelt und verächtlich gemacht. Populistische, rechtsextremistische und antisemitische Positionen werden zunehmend salonfähig. Misstrauen, Hass und Hetze treiben die Gesellschaft auseinander.

Spätestens die Schrecken der Weltkriege und die Gräueltaten des NS-Regimes haben uns gelehrt: Die unantastbare Würde des Menschen zu achten und zu schützen muss die oberste Richtschnur jedes staatlichen Handelns sein. Politische Parteien, die diesen Grundsatz in Frage stellen, können nach unserem Verständnis keine Alternative sein.

Deshalb verknüpfen wir dieses Wort nicht nur mit dem Aufruf zur aktiven Teilnahme an den Wahlen in diesem Jahr, sondern auch mit einer eindringlichen persönlichen Bitte: Treten Sie ein für unsere freie und vielfältige Gesellschaftsordnung auf der Grundlage unserer Verfassung!

Bedenken Sie bei Ihrer Wahlentscheidung: Die Orientierung an den christlichen Wurzeln unserer Gesellschaft, an den Menschenrechten, an der Gleichheit der Menschen in allen Lebensphasen, an den Werten der Demokratie, eines sozialen Rechtsstaats und einer sozialen Marktwirtschaft hat unserem Land Frieden und Wohlstand gebracht. Auf dieser Grundlage werden wir auch die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen.

Krude Ausweisungsphantasien für Migranten und ihre Unterstützer, die Ablehnung von Schutzangeboten für Geflüchtete, die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung, der alleinige Fokus auf Leistungsfähigkeit, die Leugnung des menschengemachten Klimawandels und die pauschale Verächtlichmachung von politischen Akteuren und Institutionen sind mit diesen Grundwerten unserer Gesellschaft unvereinbar.

Wir Bischöfe bringen daher ganz klar zum Ausdruck, dass wir vor dem Hintergrund unseres eigenen Gewissens die Positionen extremer Parteien wie dem III. Weg, der Partei Heimat oder auch der AfD nicht akzeptieren können.

Wir bitten Sie nachdrücklich: Informieren Sie sich vor Ihrer Wahlentscheidung aktiv und aus unterschiedlichen Quellen. Fragen Sie nach Begründungen für politische Positionen. Suchen Sie den kritischen Austausch. Bleiben Sie respektvoll im Umgang. Prüfen Sie bei Ihren Überlegungen die langfristigen Folgen für unser Zusammenleben, für Ihre Familien und auch für Sie ganz persönlich. Wählen Sie verantwortungsvoll.

Wir als Bischöfe sind überzeugt: Es gibt keine bessere Staatsform als die Demokratie, denn sie ermöglicht uns, in Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit zu leben. Lassen Sie uns entschlossen und tatkräftig dafür eintreten und gemeinsam eine gute Zukunft gestalten.

Dr. Heiner Koch, Erzbischof von Berlin
Dr. Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg
Dr. Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg,
Dr. Ulrich Neymeyr, Bischof von Erfurt
Wolfgang Ipolt, Bischof von Görlitz
Heinrich Timmerevers, Bischof von Dresden-Meißen

Januar 2024


Die „Ost-Bistümer“ Berlin, Dresden-Meißen, Erfurt, Görlitz, Hamburg und Magdeburg sind die (Erz-)Bistümer, deren Gebiet zum Teil oder vollständig die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen umfasst. Mehrfachsendungen bitten wir zu entschuldigen.

Neuer Pfarrer ab Oktober

Die Spatzen pfeiffen es vom Dach, nachdem die Kieler Nachrichten es Mitte des Monats als erste gemeldet hatten: Der bisherige Dekan von Schleswig-Holstein, Propst Dr. Thomas Benner, wird ab Oktober neuer Pfarrer in Heilig Geist.

Propst Dr. Thomas Brenner
Propst Dr. Thomas Benner

Im Newsletter vom 10. Juni hat ihn unser derzeitiger Pfarradministrator Dr. Pavlo Vorotnjak, bereits begrüßt und schon ein wenig über das künftige Modell verraten. Lesen Sie im Folgenden Dr. Vorotnjaks Zeilen:

„Liebe Schwestern und Brüder, seit November 2022 stehe ich als Pfarradministrator in der Pfarrei Heilig Geist in der Verantwortung und danke Ihnen herzlich für die bisherige Unterstützung und das mir entgegengebrachte Vertrauen. Dennoch ist die Zeit der Pfarradministration eine Zeit der Vakanz, und die soll im Oktober diesen Jahres zu Ende gehen. Es folgt dann eine solide Leitung der Pfarrei, also mit Pfarrer. Das dürfen Sie wörtlich nehmen, denn es soll eine Pfarreileitung ,in solidum‘ geben, sprich zwei Pfarrer, die gemeinschaftlich/solidarisch die Leitung der Pfarrei Heilig Geist wahrnehmen. Wer sich nach einem leitenden Pfarrer gesehnt hat, bekommt dann sozusagen einen ,Doppel-Wumms‘. 🙂 So freue ich mich darüber, dass der Kieler Pfarrer und Dekan in Schleswig-Holstein, Dr. Thomas Benner, zu uns wechselt und wir ab Oktober 2023 gemeinsam – in solidum – zur Ehre Gottes und zum Heil der uns anvertrauten Menschen in gebührender Demut, in starker Gemeinschaft und mit der Frohen Botschaft des Evangeliums die Pfarrei Heilig Geist als Pfarrer leiten dürfen. Pfarrer, auch zu zweit, leiten per se nie alleine, sondern immer in Gemeinschaft: mit dem Kirchenvorstand, dem Pfarrpastoralrat, unseren Mitbrüdern im priesterlichen Dienst, unserem Pastoralteam mit derzeit elf Mitgliedern, den Gemeindeteams, den Themenverantwortlichen, den Gremien und mit so vielen Engagierten, die sich unermüdlich für die gute Sache einbringen. Ihnen/Euch allen dafür herzlichen Dank und Gottes reichen Segen!“

Foto: Klaus Byner

Gottes Segen für alle Paare

Segnungsgottesdienst für alle Paare am Valentinstag, dem 14. Februar 2023, 19.30 Uhr in St. Bonifatius, Eimsbüttel

Zum Valentinstag gehören traditionell Rosen, Pralinen, andere kleine Aufmerksamkeiten für den Herzensmensch oder sogar ein festliches Abendessen! Ein Tag für Verliebte. Für Liebende. Für Paare.

Soll doch Valentin von Rom als Priester Liebespaare trotz Verbots des Römischen Staates christlich getraut haben. Deswegen wurde er am 14. Februar 269 hingerichtet und wird seither in der katholischen Kirche als Heiliger und Märtyrer verehrt. Aus seiner Geschichte sind im Laufe der Jahre viele Bräuche zum Valentinstag entstanden.

Der Valentinstag ist vor allem eins: ein schöner Anlass, für die gemeinsame Liebe zu DANKEN.

Herzliche Einladung zum SEGNUNGSGOTTESDIENST für ALLE!

Zusammen beten und danken.

GOTTES ZUSPRUCH UND SEINEN SEGEN FÜR DIE GEMEINSAME LIEBE EMPFANGEN.

14. Februar 2023,
19.30 Uhr in
St. Bonifatius,
Eimsbüttel

Grußwort zur Errichtung der Pfarrei Heilig Geist

von Pfarrer Franz Mecklenfeld

Hamburg, 8. Dezember 2021

Liebe Mitglieder, Ehren- und Hauptamtliche in den fünf Gemeinden und in den acht Orten Kirchlichen Lebens im Pastoralen Raum Alster Nord-West und damit in unserer künftigen Pfarrei HEILIG GEIST!

Nach viereinhalb Jahren geht am 3. Adventssonntag, dem 12. Dezember ein langer Prozess zu Ende: die Pfarrei HEILIG GEIST wird aufgrund des Dekrets unseres Erzbischofs Dr. Stefan Heße vom 15. April 2021 errichtet.

Nach vielen Erstbegegnungen und einem bereichernden Kennenlernen der Menschen aus den Gemeinden und Orten Kirchlichen Lebens, nach intensiven Glaubensgesprächen, vielen Beratungen, anstrengenden Sitzungen, ermutigenden Begegnungen, nach Krisen in der Coronazeit und gleichzeitigen konfliktreichen Ereignissen um die katholischen Schulen und um die gesamtkirchlichen Entwicklungen hinsichtlich der sexuellen und geistlichen Gewalt, verbunden mit der halbjährigen Auszeit unseres Erzbischofs haben wir das Ziel vor Augen und können am 3. Adventssonntag die Errichtung der Pfarrei Heilig Geist feiern.

Zur Entwicklung des Pastoralen Raumes Alster Nord-West:
Am 19. Juni 2017 schrieb der Generalvikar Ansgar Thim, dass unser Erzbischof Dr. Stefan Heße entschieden hat, dass die Pfarreien St. Antonius, St. Bonifatius und St. Elisabeth zusammen mit den Orten Kirchlichen Lebens, den drei Kindertagesstätten und Schulen, der Kath. Hochschulgemeinde und der UKE-Seelsorge (und damals noch der Ehe-, Familien- und Lebensberatung) den Entwicklungsprozess beginnen sollen.

Am 22. Februar 2018 fand die erste Sitzung des Gemeinsamen Ausschusses statt, und es folgten bis zur Erstellung des Konzeptpapiers „Kirche in Beziehung“ für die künftige Pfarrei 17 GA-Sitzungen, davor und danach jeweils eine Mehrzahl von Sitzungen der LG und der verschiedenen Arbeitsgruppen, ab März 2020 bis zu diesem Sommer 2021 wg. der Coronapandemie besonders als Videokonferenzen gestaltet. Am 29. September 2020 wurde das Pastoralkonzept „Kirche in Beziehung“ durch den Entscheiderkreis beraten und durch Erzbischof Stefan in Kraft gesetzt. Danach begann die Phase der Ausschreibungen und Besetzungen der neu konzipierten Stellen für die Hauptamtlichen in der Pastoral der künftigen Pfarrei, die Verwaltungsentwicklung wurde auf den Weg gebracht, der designierte Kirchenvorstand gebildet. Am 9. März 2021 wurde der Name der künftigen Pfarrei Heilig Geist entschieden und dass die deutschprachigen Gemeinden St. Antonius, St. Bonifatius (mit der slowenischsprechenden Gruppe) und St. Elisabeth zusammen mit der spanischsprachigen und englisch-sprachigen Gemeinde die künftigen fünf Gemeinden in Heilig Geist sein werden. In den vergangen Monaten konnten 19 Frauen und Männer für die Fachausschüsse des Kirchenvorstandes: Bau, Finanzen und Personal gewonnen werden, dazu 21 Frauen und Männer, die in den Gemeindeteams der fünf Gemeinden eine besondere Verantwortung für das künftige Gemeindeleben vor Ort übernehmen werden.

Leider musste die für den 12. Dezember 2021 geplante Errichtungsfeier der neuen Pfarrei Heilig Geist wegen der Corona-Lage abgesagt und auf das Frühjahr 2022 (möglicherweise Pfingsten) verschoben werden. Trotz der Absage bleibt der 12. Dezember 2021 das offizielle, rechtlich verbindliche Errichtungsdatum der neuen Pfarrei Heilig Geist.

Gemeinsam und in großer Dankbarkeit können wir feststellen, dass die Mitglieder im Gemeinsamen Ausschuss, in der Lenkungsgruppe und in vielen thematischen Arbeitsgruppen zusammen mit vielen weiteren Personen aus den Gemeinden und Orten kirchlichen Lebens einen intensiven Weg gegangen sind und sehr gute Arbeit geleistet haben, um der Kirche hier vor Ort ein neues, gutes und glaubwürdiges Gesicht zu geben.

Persönlich danke ich allen von Herzen, die sich mit sehr großem Engagement, mit ihren Qualifikationen und Charismen, mit ihrem Glauben, mit ihrer Zeit und mit ihren Kräften eingesetzt haben, diesen Entwicklungsprozess zu gestalten und zum Ziel der Errichtung der neuen Pfarrei Heilig Geist zu führen. Ein Wort aus dem Philipperbrief gibt dem 3. Advent, dem Tag der Errichtung unserer neuen Pfarrei HEILIG GEIST seinen Namen: GAUDETE, „Freuet euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich euch: Freuet euch! Denn der Herr ist nahe.“ (Phil 4,4-5)

Mit diesem Wort grüße ich Sie und Euch am Tag der Errichtung der neuen Pfarrei HEILIG GEIST und wünschen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Ihr Pfarrer Franz Mecklenfeld

Dieses Grußwort können Sie sich hier als PDF runterladen.

Gaudete!

12. Dezember 2021 – Errichtung unserer neuen Pfarrei Heilig Geist · Hamburg

„Gaudete in Domino semper“ („Freut euch im Herrn zu jeder Zeit“, Phil 4,4

Infos zum Thema
„Pastorale Räume“

Ein Pastoraler Raum. Was ist das überhaupt?

Warum gibt es Pastorale Räume?

Was ändert sich in unserer Kirche?

Was ändert sich in meiner Gemeinde?

Was ändert sich für mich?

Pastoraler Raum „Alster-Nord-West“. Bleibt der Name?

Wie kann ich an der Entwicklung teilhaben?

Konkrete Entscheidungen zu der Frage, was sich für unsere Kirche, und unsere Gemeinde ändern wird, sind bis heute noch nicht getroffen worden. Zur Beantwortung dieser und anderer Fragen möchten wir Ihnen daher zunächst erst einmal Informationen als Download anbieten:

Die vom Erzbistums Hamburg herausgegebene Broschüre „Pastorale Räume – Informationen und Anregungen“ bietet eine gut verständliche Einführung in das Thema.

Allen, die sich mit dem Thema „Pastorale Räume“ etwas intensiver befassen möchten, sei die in Zusammenarbeit mit der Neuen Kirchenzeitung entstandene Broschüre „Bistum auf neuen Wegen“ empfohlen.

Das Faltblatt „Pastorale Räume: Leitlinien für die Pastoral“ von Erzbischof i.R. Dr. Werner Thissen führt in die theologischen Grundlagen der Pastoralen Räume ein.

Das Erzbistum Hamburg stellt darüber hinaus eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten zum Thema „Pastorale Räume“ bereit. Hier sind Informationen zum Entwicklungsprozess selbst und zu den theologischen Hintergründen in Form von Downloads verfügbar.

Die Pfarrei Heilig Geist

Der Pastorale Raum „Alster Nord-West“ erstreckt sich auf das Gebiet der Hamburger Pfarreien

St. Antonius Hamburg-Winterhude

St. Bonifatius Hamburg-Eimsbüttel

St. Elisabeth Hamburg-Harvestehude

Eine kurzgefasste Übersicht über Gebiet und Beteiligte des Pastoralen Raums Alster-Nord-West bietet unser Flyer im PDF-Format

FAQ Pastoraler Raum

Ansprechpartner

Ein wichtiger Satz vorweg: Auch wenn der Pastorale Raum Hamburg Alster-Nord-West nach seiner Gründung dreimal so groß sein wird wie ihre bisherige Pfarrei, so bleibt vieles so, wie Sie es bisher gewohnt sind. Ihr erster Ansprechpartner für alle organisatorischen Dinge ist weiterhin ihr Pfarrbüro in St. Antonius, St. Bonifatius oder St. Elisabeth. Bei seelsorgerischen Fragen stehen Ihnen wie bisher Pfarrer Mecklenfeld, Pfarrer Hawighorst, Pastor Dr. Vorotnjak und alle anderen Hauptamtlichen unserer drei Gemeinden zur Verfügung. Bei Fragen und Anregungen zum Bildungsprozess des Pastoralen Raums darüberhinaus auch alle Mitglieder des Gemeinsamen Ausschusses (GA).

Entwicklungsprozess Pastoraler Raum Hamburg Alster-Nord-West

Am Beginn des etwa dreijährigen Entwicklungsprozesses steht ab Februar 2018 die einjährige Findungsphase, in der sich die Vertreter der am Prozess beteiligten Gemeinden und „Orte kirchlichen Lebens“ im Gemeinsamen Ausschuss kennenlernen. Die sozialräumliche Orientierung mit den Blicken nach innen und außen, also in unsere Gemeinden und „Orte kirchlichen Lebens“ sowie auf die Strukturen unserer Stadteile, bildet den eigentlichen Schwerpunkt der Arbeit.

Die zweite seit Frühjahr 2019 laufende Phase des Entwicklungsprozesses ist der Vorbereitung und Arbeit am künftigen Pastoralkonzept gewidmet. In Arbeitsgruppen werden insbesondere Fragen der zukünftigen pastoralen Ausrichtung unseres Pastoralen Raums diskutiert. Die Ergebnisse werden anschließend in einem Pastoralkonzept zusammengefasst und dem Erzbistum zur Genehmigung vorgelegt.

Die dritte abschließende Phase beinhaltet dann die Klärung personeller und verwaltungsmäßiger Fragen und schließt mit der Errichtung der neuen Pfarrei durch den Erzbischof an.  Auch wenn wir vielfach auf Bewährten und Bekannten aufbauen können, so werden die Verwaltungs- und Gremienstrukturen auf Pfarreiebene und in den Gemeinden vollständig neu sein. Auch deshalb steht schon jetzt fest: Das Ehrenamt wird weiter an Bedeutung gewinnen. 

Gemeinde

Der Begriff Gemeinde wurde lange Zeit auch in unserem Erzbistum mit dem Begriff Pfarrei gleichgesetzt. Mit Gründung der ersten Pastoralen Räume erfolgte hier ein Bedeutungswandel. Die bisher eigenständigen Pfarreien St. Antonius, St. Bonifatius und St. Elisabeth etwa, werden in Zukunft gemeinsam in eine Pfarrei neuen Typs aufgehen. Über deren Namen ist übrigens noch nicht entschieden. Das heißt aber nicht, dass unsere drei Pfarreien dann verschwinden. Sie bleiben vielmehr als eigenständige Gemeinden an den drei Kirchorten St. Antonius, St. Bonifatius und St. Elisabeth unter dem gemeinsamen Dach der neuen Pfarrei erhalten. Sie als katholische Christin und Christ dürfen sich also in ihrer angestammten Gemeinde weiterhin zu Hause fühlen, gewinnen aber gewissermaßen zwei neue Gemeinden in ihrer nahen Umgebung hinzu.

Gemeinden und Orte kirchlichen Lebens

Die Pfarreien neuen Typs im Erzbistum Hamburg setzen sich aus den Gemeinden (meist die alten klassischen Pfarreien und ihre Filialkirchen) und den sogenannten „Orten kirchlichen Lebens“ zusammen. In unserem Pastoralen Raum Alster-Nord-West sind das beispielsweise folgende Institutionen:

Kirchengemeinde St. Antonius Hamburg-Winterhude

Kirchengemeinde St. Bonifatius Hamburg-Eimsbüttel

Kirchengemeinde St. Elisabeth Hamburg-Harvestehude

Katholische Hochschulgemeinde Hamburg

Englischsprachige Gemeinde (zur Kirchengemeinde St. Elisabeth gehörend)

Spanischsprachige Mission (zur Kirchengemeinde St. Elisabeth gehörend)

Katholischer Kindergarten St. Antonius

Katholische Kindertagesstätte St. Bonifatius

Katholische Kindertagesstätte St. Elisabeth

Katholische Schule St. Antonius

Katholische Schule Hochallee

Katholische Schule Am Weiher

Ökumenische Krankenhausseelsorge am Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE)

Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung Hamburg (EFL)

Gemeinsamer Ausschuss (GA)

Die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertreter der Pfarreien und Orte kirchlichen Lebens bilden zusammen den Gemeinsamen Ausschuss (GA). Wichtigste Aufgabe des GA ist es, in seiner Eigenschaft als„Parlament des Entwicklungsprozesses“ alle die Entwicklung des künftigen Pastoralen Raums betreffenden Entscheidungen eingehend zu beraten und mehrheitlich zu beschließen. Der GA beruft darüberhinaus die Mitglieder der Lenkungsgruppe und setzt Arbeitsgruppen ein. Mit der Leitung des Entwicklungsprozesses hat unser Erzbischof Pfarrer Franz Mecklenfeld betraut.

Grundlagen und Ziele Pastoraler Räume

Eine ausführliche Dokumentation zu den theologischen Grundlagen und Zielen Pastoraler Räume im Erzbistum Hamburg und zum Verlauf des Entwicklungsprozesses selbst, findet sich auf der Webseite des Erzbistums Hamburg. 

https://www.erzbistum-hamburg.de/Pastorale-Raeume_Dokumentation

Hamburg Alster-Nord-West

Hinter der Bezeichnung Pastoraler Raum Hamburg Alster-Nord-West steckt nur ein Arbeitsname. Wir dürfen fest davon ausgehen, dass dieser Arbeitsname mit Errichtung der neuen Pfarrei wieder verschwinden wird. Welchen Namen die neue Pfarrei allerdings bekommt, ist nicht bekannt.

Lenkungsgruppe (LG)

Die Mitglieder der Lenkungsgruppe sind vom Gemeinsamen Ausschuss bestellt. Aufgabe der Lenkungsgruppe ist es, den Entwicklungsprozess des Pastoralen Raums geschäftsführend zu planen, zu steuern und zu überwachen.

Pastorale Räume im Erzbistum Hamburg

Im Jahr 2009 hat im Erzbistum Hamburg ein Prozess begonnen, der unser Bistum bereits stark verändert hat: die Bildung so genannter Pastoraler Räume. Gemeint ist die Zusammenarbeit und Zusammenlegung kirchlicher Institutionen mit unterschiedlichen Aufgaben innerhalb einer Region. Konkret also von katholischen Kirchengemeinden (den ehemaligen Pfarreien und Filialkirchen), den Schulen, Kindertagesstätten, katholischen Beratungsstellen, karitativen Diensten, Klöstern, Krankenhäusern und Sozialstationen. Verbindender Grundgedanke ist: Sie handeln in Zukunft gemeinsam als Kirche vor Ort.

Das Erzbistum Hamburg hat auf seiner Webseite eine ständig aktualisierte Übersichtsseite zur Entwicklung „Pastoraler Räume“ in unserem Bistum eingerichtet:

https://www.erzbistum-hamburg.de/ebhh/Unterseiten/Pastorale_Raeume/

Pastoralkonzept

Ein Pastoralkonzept ist eine Vereinbarung darüber, wie sich das Leben der Kirche in einem Pastoralen Raum zukünftig gestalten soll. Das Konzept soll eine Antwort geben auf die Grundfrage: Wozu fordert das Evangelium uns als Kirche in unserer Region heraus? Auch weiter führende Fragen sollen beantwortet werden: Was bewegt die Menschen in unserem Umfeld? Welchen Herausforderungen wollen wir uns als Kirche künftig stellen? Welche Zielgruppen nehmen wir besonders in den Blick? Was werden Schwerpunkte unserer künftigen Arbeit sein? Welche Dinge werden wir nicht mehr tun? Wo suchen Menschen in unserer Umgebung nach Hilfe und nach Stärkung im Glauben? Wie wollen wir in einem Pastoralen Raum künftig Menschen im Glauben begleiten? Wie werden Gemeinden und Orte kirchlichen Lebens zukünftig zusammenarbeiten? Nicht zuletzt: Wie wollen wir unter den sich ständig verändernden gesellschaftlichen Bedingungen weiterhin gemeinsam Kirche sein. Das Pastoralkonzept möchte hierbei den Blick nach innen und außen weiten. Es nimmt das Leben in den Gemeinden und den Orten kirchlichen Lebens kritisch in den Blick und versucht, auf die Zeichen der Zeit und die Entwicklungen in unserer Gesellschaft Antworten zu finden.

Pfarrei

Der Begriff „Pfarrei“ ist vor allem kirchenrechtlich zu verstehen. Gebräuchliche Synonyme sind  Pfarrgemeinde oder auch Gemeinde. Fünf so genannte wesentliche Elemente machen die klassische Pfarrei oder „Kirche vor Ort“ zur Pfarrei: (1) ein Territorium, (2) das Pfarrvolk, (3) ein Pfarrer, (4) das Gotteshaus (die Kirche) und andere Güter wie etwa ein Pfarrhaus und nicht zuletzt  (5) die Gemeinschaft der Gläubigen. Dabei ist die „Gemeinschaft der Gläubigen“ das zielgebende theologische Element der Pfarrei, alle anderen sind ihm untergeordnet. Eine Pfarrei kann immer nur von einem Bischof gegründet werden. Er allein kann auch nur ihren Zuschnitt verändern oder sie auflösen. Eine Pfarrei ist nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil dadurch gekennzeichnet, dass sie Gemeinschaft bildet (koinonia), Zeugnis vom Glauben ablegt (martyria), regelmäßig Gottesdienste feiert (liturgia), missionarisch tätig ist (missio) und Nächstenliebe (diakonia) nach innen und außen zeigt.

Pfarrei neuen Typs

„Pfarreien neuen Typs“ wie sie auch für die Pastoralen Räume im Erzbistum Hamburg vorgesehen sind, werden von den deutschen Bischöfen oft in den Zusammenhang mit einem objektiv beschreibbaren Mangel gestellt: dem Mangel an Priestern und damit auch künftigen Pfarrern, dem Mangel an Gläubigen und Glauben, dem Mangel an Geld oder auch an Kindern. Nicht mehr die Pfarrei klassischen Zuschnitts steht im Mittelpunkt des Denkens. „Kirche vor Ort“ wird vielmehr in größeren Strukturen zusammen mit den in der Region ansässigen weiteren „Orten kirchlichen Lebens“ gesehen und im Sinne einer inhaltlichen Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung weiterentwickelt.