„Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ (Mt 28,19)

Dieser Auftrag Jesu an seine Jünger ist für die Kirche seit allerfrühester Zeit der Grund zu taufen.

TaufeMit der Taufe werden Kinder genauso wie Erwachsene in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Die zwei Grundmotive der Taufe sind in Joh 3 (Joh 3,5: Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.) und Röm 6 (Röm 6,4: Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln.) grundgelegt. Diese beiden Motive, das „Neugeborenwerden“ und das „Auferstehen mit Christus“, sind in der Taufliturgie zentral. Mit Christus erstehen wir zum neuen Leben und werden aus Wasser und Heiligem Geist neu geboren, um als Kinder des Lichtes, als „zu Christus zugehörige“ und Glieder an seinem Leib, der die Kirche ist, zu leben.

Nähere Informationen, die über diese Auskünfte hinausgehen, erhalten Sie im Pfarrbüro oder vom Pfarrer persönlich.

  • Wenn Ihr Kind getauft werden sol
  • Die Taufe eines Erwachsenen

Wenn Ihr Kind getauft werden soll …

… sollten Sie sich schon in den ersten Monaten nach der Geburt an uns wenden. Dann werden wir miteinander einen Tauftermin vereinbaren.

Ein Taufgespräch dient unter anderem auch der Frage nach der Gestaltung des Tauf-Festes. Wir als Ihre Kirchengemeinde freuen uns mit ihnen über die Geburt Ihres Kindes und werden alles dafür tun, dass die Taufe Ihres Kindes ein wirklicher Festtag wird.

Die Taufe eines Erwachsenen …

… steht meistens am Ende eines Weges, der von der Suche nach Gott geprägt ist. Auch in diesem Fall geht der Taufe ein Gespräch voraus. Über die verschiedenen Möglichkeiten dieser Feier kommen wir gerne mit Ihnen ins Gespräch. Sie merken: Ihre Kirchengemeinde freut sich mit Ihnen.

Foto: Naomi Green / WELSTec

In der Eucharistie (Erstkommunion) werden wir uns als Kirche immer wieder bewusst, dass wir ein Leib, nämlich der Leib Christi sind und immer mehr werden sollen. Auf den Altären in unseren Kirchen tun wir, was Christus uns zu tun aufgetragen hat: „Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ (Lk 22,19; 1 Kor 11,24).

Erstkommunion

Wir nehmen das Brot und danken, wir brechen es und teilen es untereinander. Genau das hat Christus auch im Saal des letzten Abendmahles getan und durch unsere Feier versetzen wir uns wieder in diese Feier hinein und setzen sie aktuell. Es wird Wirklichkeit: Das ist mein Leib – das ist mein Blut. Wenn wir an der Eucharistie teilnehmen, dann sollen wir sein, was wir sehen und empfangen was wir sind (vgl. Augustinus, Sermo 272): Leib Christi.

Jedes Jahr bieten wir allen Kindern eines Jahrgangs (in der Regel sind das die 3. Klassen) die Spendung der ersten Heiligen Kommunion an.

Foto: Yohanes Vianey Lein In: Pfarrbriefservice.de

In der Firmung, dem Sakrament, welches die christliche Initiation abschließt, bittet die versammelte Gemeinde für die Firmlinge (Jugendliche, wie Erwachsene), dass ihnen der Heilige Geist, der Beistand, der Geist der Weisheit und Einsicht, des Rates, der Erkenntnis und der Stärke, der Geist der Frömmigkeit und der Gottesfurcht gesandt werde und sie so in die volle Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden.

Das Zeichen der Firmung ist die Stirnsalbung mit dem Chrisam-Öl. Bei der Salbung spricht der Bischof (oder in besonderen Fällen der Priester): „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“

Firmung

Ungefähr alle zwei Jahre bieten wir in der Pfarrei die Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung an. Die gemeindeangehörigen Jugendlichen der entsprechenden Jahrgänge (bei der Firmung ca.14 bis 15 Jahre alt) werden von uns angeschrieben. Wenn Sie glauben, dass Ihr Kind eigentlich an der Reihe wäre, Sie aber nichts von uns gehört haben, wenden Sie sich bitte in diser Sache ans Pfarrbüro.

Foto: Martin Ahls In: Pfarrbriefservice.de

Kirchliche Trauung

Den Versuch die Liebe zu verstehen haben schon viele unternommen, aber gelungen ist es wohl in Gänze noch niemandem. In der kirchlichen Trauung feiern wir die Liebe eines Paares, die ein Abglanz der Liebe Gottes zu den Menschen sein soll. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab…“ (Joh 3, 16). Die Liebe, die Menschen zueinander haben grenzt schon immer wieder an ein Wunder und wir versuchen sie trotzdem zu erklären und zu verstehen. Gottes Liebe ist die immer noch größere und diese Liebe Gottes zu uns Menschen können wir (hier auf Erden) vermutlich erst recht nie ganz verstehen. Der Abglanz der Liebe Gottes zu den Menschen vermag vielleicht als ein kleines Mosaiksteinchen in der Hingabe widerscheinen, die Eheleute zueinander leben, in der Liebe, die Eltern ihren Kindern entgegenbringen und in der Treue, wenn auch schwere Zeiten es nicht vermögen zu trennen, was Gott verbunden hat und sich die Eheleute aushalten, stützen und tragen, bis dass der Tod sie scheidet.

Wenn Sie eine kirchliche Trauung wünschen …

… nehmen Sie schon einige Monate vorher Kontakt mit dem Pfarrbüro auf. Sie haben dann ausreichend Zeit, die notwendigen Absprachen zu treffen. Sie können jederzeit einen Gesprächstermin vereinbaren. Dabei werden auch Fragen nach den Formen der kirchlichen Trauung besprochen. Sie bekommen von uns Auskunft, welche Art von kirchlicher Trauung für konfessionsverschiedene Paare möglich ist. Die kirchliche Trauung ist auch dann möglich, wenn ein Partner keiner Kirche angehört.

Foto: ernschie / Pixabay.com

Es gibt viele Lebenslagen, in der Ihnen Ihre katholische Kirchengemeinde St. Antonius einen Beistand geben kann.

Nähere Informationen, die über diese Auskünfte hinausgehen, erhalten Sie im Pfarrbüro oder vom Pfarrer persönlich.

  • Im Krankheitsfall
  • Im Sterbefall

Im Krankheitsfall

Wenn Sie selbst in ein Krankenhaus gehen müssen oder wenn Sie von Verwandten oder Bekannten im Krankenhaus wissen, benachrichtigen Sie bitte unsere Gemeinde.

Nicht nur Glück und Freude, sondern auch Not, Krankheit und Leid bestimmen unser Leben. Neben körperlichem Schmerz und äußerer Not lasten auch seelische Leiden auf dem Menschen: Das Scheitern einer ehelichen Verbindung, der Tod des Lebensgefährten oder eines Freundes, Untreue oder Verrat, Mobbing, Einsamkeit und Ängste. Dabei lassen sich körperliche und psychische Leiden oft nicht voneinander trennen.

Durch das Sakrament der Krankensalbung möchte die Kirche den kranken Menschen die Zuneigung Gottes zum Ausdruck bringen. Das Sakrament der Krankensalbung kann mehrmals empfangen werden. Es soll den Kranken in seiner Situation aufrichten und ihm Hoffnung geben. Gern ist der Pfarrer jederzeit bereit, dieses Zeichen der Nähe Gottes kranken Menschen zu spenden.

Im Sterbefall

Wenn Sie bei einem Sterbefall eine kirchliche Trauerfeier für Ihren Angehörigen wünschen, so sollten Sie zunächst das von Ihnen gewählte Bestattungsinstitut bitten, mit dem Pfarrbüro oder dem Pfarrer direkt den Termin der Trauerfeier festzulegen. Zur Vorbereitung der Trauereier kommt der Pfarrer zu einem Trauerbesuch oder vereinbart mit Ihnen einen Gesprächstermin.

Die Toten zu begraben und die Trauernden zu trösten, diese beiden Dienste gehören nach christlichem Verständnis seit jeher zu den Werken der Barmherzigkeit. Die menschliche Sorge um Sterbende und Verstorbene ist eine liebende Zuwendung nicht nur der Angehörigen, sondern auch der Kirchengemeinde.

Hand in Hand im Notfall

Foto: truthseeker08 / Pixabay.com

ScheidungGeschieden, schuldig oder schuldlos, ist nicht nur ein Urteil, sondern vielfach auch ein Verurteilen. Geschieden sein ist oft verbunden mit Einsamkeit, Unsicherheit, einem Gefühl des Ausgestoßenseins, mit Tränen, Trauer, Enttäuschung, zerschlagener Hoffnung und verlorener Liebe. Geschieden zu sein ist nicht nur das Los weniger am Rande der Normalität – Millionen leiden darunter. Eine Scheidung ist aber auch oft ein Versuch, einen neuen Weg einzuschlagen.

Das Urteilen und Verurteilen ist auch im Raum der Kirche und in der Gemeinschaft der Glaubenden zu finden. Zwar gibt es Gesetze und Normen. Ohne Zweifel gibt es die Wahrheit des Sakramentes und auch den überkommenden Glauben der Unauflöslichkeit einer gültig geschlossenen Ehe. Nachdenklich aber macht doch die immer wieder erlebte Tatsache, dass ein Einzelschicksal im Bann der Gebote und Gesetze verloren, manchmal sogar abgehakt ist.

Seelsorger und Priester wissen um diese Not. Wenn auch viele Fragen noch miteinander zu klären sind, so bleibt die feste Überzeugung, dass Menschen aus gescheiterten Ehen ihr Heimatrecht in der Kirche behalten, und dies nicht nur theoretisch. Deshalb lädt unsere Kirche und unsere Pfarrgemeinde alle Geschiedenen und Wiederverheirateten herzlich ein. Wiederverheiratete Geschiedene sind nicht aus der Kirche ausgeschlossen und auch nicht exkommuniziert. Geschiedenen, Alleinerziehenden und wiederveirateten Geschiedenen soll in unserer Gemeinde ein freundlicher Ort vorurteilsfreier Aufnahme sowie praktischer Hilfe gewiss sein.

Nähere Informationen, die über diese Auskünfte hinausgehen, erhalten Sie im Pfarrbüro oder vom Pfarrer persönlich.

Foto: Peter Weidemann (Foto) / Sabina Grzimek (Plastiken) In: Pfarrbriefservice.de

Nähere Informationen, die über diese Auskünfte hinausgehen, erhalten Sie im Pfarrbüro oder vom Pfarrer persönlich.

Die Zahl der Kirchenaustritte hat in der Geschichte der Bundesrepublik ein bisher unbekanntes Ausmaß erreicht. Was auch immer die Motive sein mögen, die Kirchenaustritte sind uns keinesfalls gleichgültig. Dabei ist besonders der Gedanke bedrückend, dass den Menschen vielleicht der christliche Glaube und die kirchliche Gemeinde nichts mehr bedeuten könnten.

Auch wir leiden manchmal an den Unzulänglichkeiten und am menschlichen Versagen der Kirche sowie ihrer Mitglieder. Die persönliche Entscheidung des Einzelnen wollen und müssen wir allerdings akzeptieren.

Wir möchten aber auch darauf hinweisen, dass die Gemeinschaft der Kirche jederzeit offen bleibt und dass die Menschen keine verschlossenen Türen finden werden, wenn sie wieder ein neues Verhältnis zum christlichen Glauben und der Gemeinde gewinnen sollten. Sie suchen -oft mit vorsichtigen Schritten- eine neue „Heimat“ in der Kirche. Oft wissen sie aber auch nicht, wie sie „in die Kirche eintreten“ oder „wiedereintreten“ können. Dabei ist es ganz einfach: Nehmen Sie Kontakt mit dem Pfarrer auf. Er bespricht mit Ihnen gern die nötigen Schritte und Formalitäten. Die Art und Weise des Eintritts oder Wiedereintritts können Sie dabei selbst mit festlegen.

Sie finden immer unsere Unterstützung. Ob Sie sich als Jugendlicher oder Erwachsener mit solchen Gedanken befasst haben – fragen Sie uns einfach. Wir würden uns sehr darüber freuen.