Kaplan Georg Taubitz

Kaplan Taubitz verlässt unsere Pfarrei

Traurige Nachrichten für unsere Gemeinden: Kaplan Georg Taubiz hat bekanntgegeben, dass er die Pfarrei verlassen wird. In einem Brief begründet er seine Entscheidung. Sein letzter Gottesdienst findet am 23. Oktober um 10 Uhr in St. Elisabeth statt.

Liebe Schwestern und Brüder in unserer Pfarrei Heilig Geist,

mit diesem Schreiben möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich am 23.10.2022 meinen Dienst in unserer Pfarrei beenden werde. Ich werde mich aus der Arbeit in unseren Gemeinden und aus Hamburg verabschieden und in eine Klärungszeit für mich und meine Berufung hineingehen. In vielen Monaten der Krise ist meine Berufung immer wieder auf die Probe gestellt worden und ich habe viele Anfragen und Zweifel an diese meine Berufung. Deshalb habe ich mich dazu entschieden den Erzbischof um Beurlaubung zu bitten. Er hat dem zugestimmt, damit ich in großer Freiheit und außerhalb des priesterlichen Dienstes und gewohnten Umfeldes diese Berufungskrise klären und zu einer guten Entscheidung kommen kann.

Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht und sie auch nicht leichtfertig getroffen. Es gibt für diesen Entschluss viele Gründe, die ich hier nicht ausführen möchte. Ich stehe Ihnen aber für Ihre Fragen gern zum Gespräch bereit.

Es ist mir sehr wichtig festzuhalten, dass ich diese Entscheidung nicht unserer Gemeinden wegen getroffen habe.

Ich möchte mich ausdrücklich und sehr herzlich für die zwei Jahre bedanken, die ich in unserer Pfarrei Dienst tun konnte. Meinen Mitbrüdern im priesterlichen und diakonalen Dienst, und meinen Kollegen, mit denen es oft möglich war, auch die Unwägbarkeiten unserer kirchlich-deutschen Struktur zu meistern und sie nicht nur erträglich, sondern sogar lebbar zu machen. Ganz besonders dankbar bin ich für alle, die unsere Gemeinden prägen und die unermüdlich schuften, damit wir nicht nur Bestand haben, sondern leben. Aber ob nun ehrenamtlich tätig, oder nicht: ich habe mich überall absolut willkommen geheißen gefühlt.

Ich bitte um Entschuldigung, wo ich meinen Aufgaben nicht gerecht geworden bin.

Es tut mir ehrlich leid, dass diese meine Entscheidung ausgerechnet in die Zeit fällt, in der Pfarrer Mecklenfeld in den Ruhestand versetzt wird. Ich kann Ihnen aber einen kleinen Ausblick geben: Der Personalchef hat uns zugesagt, dass ab Januar eine Nachfolge für mich anfangen wird in unserer Pfarrei ihren Dienst zu tun.

Bis zum 23.10. bleibe ich noch hier im Dienst und werde meinen Aufgaben und Pflichten nach bestem Wissen und Gewissen nachkommen.

Ich hoffe ich enttäusche Sie nicht zu sehr und bitte um ihr Verständnis, aber vor allem um Ihr Gebet für mich in dieser Zeit.

Ich grüße Sie alle herzlich

Ihr

Georg Taubitz