Mit: Johanna Mohr, Sopran Julia Kemp, Sprechrin Gabriele Hufnagel, Klavier und Orgel
Eintritt frei – Spende erbeten
Konzert rund um die Themen Widerstand, Recht, Unrecht, Gewissen. Von Sophie Scholl, Edith Stein, Dietrich Bonhoeffer bis hin zu Personen der Gegenwart werden Menschen und Gruppen zu Wort kommen, die durch ihr vorbildhaftes Handeln Leuchtkraft und Stärke vermitteln. Ihre Botschaften, Texte und Briefe werden musikalisch begleitet. Der Abend ist ein Aufruf zur Ermutigung!
… und in vielen Auslagen der Kirchen und Orten kirchlichen Lebens.
Die AG Öffentlichkeitsarbeit der neuen Pfarrei (aktuell noch Pastoraler Raum Alster-Nord-West Hamburg) stellt die erste Ausgabe des neuen Magazins für die Angehörigen aller Orte kirchlichen Lebens vor, die künftig Bestandteil der Pfarrei Heilig Geist Hamburg sein werden – „Spirit”.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Gemeinden, St. Antonius, St. Bonifatius und St. Elisabeth stellen mit Hilfe vieler anderer auf 80 Seiten ein Kaleidoskop des vielfältigen Lebens unter dem Dach der neuen Pfarrei vor. Pfarrer Franz Mecklenfeld begleitet die Erstausgabe mit einem geistlichen Impuls und Sie erfahren einiges über die diversen Glieder der neuen Einheit. Natürlich ist unsere Nr. 1 noch nicht perfekt, weshalb sich die Redaktion über Ihr Feedback an redaktion@heiliggeist.org freut.
Gedruckt sollte „Spirit“ in diesen Tagen in den Briefkästen aller katholischen Haushalte des Pastoralen Raums Alster-Nord-West landen. So weit möglich nur einmal je Haushalt, um die Druck- und Portokosten niedrig zu halten. Zukünftige Ausgaben sollen ausgelegt und kostenlos an Abonnenten versandt werden.
Sollten Sie das Heft nicht vorfinden oder lieber online lesen, dann können Sie hier tun:
https://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2021/09/Pfarrbrief-Heilig-Geist-1-2021-final-cover.webp1190839adminhttps://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2022/06/heilig-geist-header-logo-01.svgadmin2021-09-27 19:09:392024-07-08 09:59:32„Spirit”: neu in allen Briefkästen
Nacht der Kirchen 2021 – Sa. 18. September 2021; 20.00 bis 24.00
Stündlich eine neue Welt: Das Hamburger Gitarrenforum präsentiert seine siebte Gitarrennacht im Rahmen der NDK und ist in diesem Jahr als zentrales NDKH-Projekt „Gitarrenkirche“ in St. Antonius (Winterhude) zu Gast. Vom Solo bis zum Ensemble, von Renaissancetänzen bis zum Sting-Arrangement verzaubert diese besondere Nacht mit dem warmen und vielseitigen Puls der Gitarre und überrascht zu jeder vollen Stunde mit kontrastierenden und in sich geschlossenen 30-minütigen Programmsets.
Das Programm wird von Hamburger KünstlerInnen, Studierenden der Musikhochschule (HfMT), vom JMS-GO! und den Leistungsklassen der Staatlichen Jugendmusikschule, von der Musikschule Bergstedt und dem Farmsener Gitarrenensemble der VHS gestaltet. Zum Abschluss und Ausklang gegen Mitternacht erklingen Lieder zur guten Nacht vom NDKH-Projektensemble (das traditionell offene Ensemble ist leider nicht möglich!).
Das Hamburger Gitarrenforum setzt sich seit 2002 ehrenamtlich für die Förderung und Vernetzung der Hamburger Gitarrenszene ein, ist seit 2019 als gemeinnütziger e.V. konstituiert, Mitglied im Landesmusikrat und verantwortlich für die Programmgestaltung dieser Gitarrennacht.
Aus pandemischen Gründen gelten folgende Vorgaben für den Besuch der Gitarrennacht:
Eintritt nur mit 3G Nachweis und ohne Krankheitssyptome
Es besteht Maskenpflicht; bitte halten sie Abstand und die allgemeinen Hygieneregeln ein!
Reservierungen sind – bei Verfügbarkeit – ab 13. 9. unter hamburgergitarrenforum@gmail.com möglich und müssen spätestens 20 min vor Konzertbeginn eingelöst werden. Bis zu vier Personen aus einem Haushalt können sich eine Sitzposition teilen.
https://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2021/09/Menuegrafik-NdK21-1704x960-1.webp9601704adminhttps://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2022/06/heilig-geist-header-logo-01.svgadmin2021-09-13 18:13:572024-07-08 10:05:00Gitarren in St. Antonius
an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen
Das Bekanntwerden von Fällen sexuellen Missbrauchs in der Katholischen Kirche hat gezeigt, dass durch Weg-Sehen und Nicht-Handeln Menschenrechte schwer verletzt und viel Leid entstanden ist. Aufgrund dieser schmerzhaften Erfahrungen wurde auch im Erzbistum Hamburg überlegt, wie vorbeugende Maßnahmen und Strukturen geschaffen werden können, damit mehr Schutz und Sicherheit in kirchlichen Einrichtungen gewährleistet werden kann. Auch in unserer Pfarrei Heilig Geist wollen wir eine neue Kultur der Aufmerksamkeit und Verantwortung aufbauen. Ziel ist es, dass insbesondere Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene die Gemeinden und Einrichtungen unserer Pfarrei als sichere und geschützte Orte erleben, so dass sie sich mit ihren Fähigkeiten und Begabungen einbringen und entfalten können. Die Überlegungen dazu sind zusammengefasst in unserem Institutionellen Schutzkonzept zur Prävention von sexueller Gewalt an minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen.
Die Überlegungen dazu sind zusammengefasst in unserem Institutionellem Schutzkonzept. Wenn Sie auf das Bild klicken, erhalten Sie die vollständige Fassung als pdf.
https://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2021/08/Schutzkonzept-Pfarrei-Hl.-Geist.jpg9601440adminhttps://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2022/06/heilig-geist-header-logo-01.svgadmin2021-08-14 07:13:062024-07-08 10:04:29Institutionelles Schutzkonzept zur Prävention von sexueller Gewalt
Am 12. Dezember 2021 ist es so weit: Die neue Pfarrei Heilig Geist wird errichtet. Damit beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte der katholischen Kirche in Hamburg Alster-Nord-West.
Die Pfarreimitglieder sind herzlich eingeladen, die Kirche vor Ort mitzugestalten und sich ehrenamtlich zu engagieren. Grundlage für ihr Handeln sind das Evangelium und das Pastoralkonzept der Pfarrei, an dem die gemeinsame Arbeit sich ausrichtet.
Die Mitarbeit ist auf vielerlei Weise möglich. Insbesondere werden nun aber ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht, die sich gern in einem der Fachausschüsse des Kirchenvorstands der Pfarrei Heilig Geist – Finanzausschuss, Bauausschuss, Personalausschuss – engagieren möchten und solche, die auf Gemeindeebene in den drei neuen Gemeindeteams Verantwortung übernehmen wollen.
Haben Sie Interesse, die Zukunft unserer Kirche vor Ort aktiv mitzugestalten? Oder kenen Sie jemanden, die oder der genau richtig für so etwas ist?
Seit 1996 pflegt die Gemeinde St. Elisabeth die Partnerschaft zu den Benebikira-Schwestern in Ruanda. Am Anfang stand die Begegnung zwischen Pastor Klaus Alefelder und der damaligen Provinzoberin Sr. M. Jean Baptiste Mukanaho 1985 in Bad Bramstedt. Aus dem Kontakt entstand eine Freundschaft.
1996, zwei Jahre nach dem Genozid, als Ruanda verwüstet war und eine Million Menschen den Gräueltaten des Völkermords zum Opfer gefallen waren, vereinbarten der Pfarrgemeinderat und die damalige Leitung der Südprovinz des Ordens die Partnerschaft. Dieser fühlen wir uns seit nunmehr 25 Jahren verbunden und verpflichtet!
Ein Grund Danke zu sagen: Allen, die diese Partnerschaft pflegen durch ihr Gebet, durch die Zuwendungen und durch manche Einsätze, die dieser Beziehung Stabilität geben! In 25 Jahren konnten zahlreiche Projekte umgesetzt und der Schulbesuch von jährlich ca. 65 Jugendlichen finanziert werden. Dies fortzuführen, ist ein großes Anliegen.
Das Jubiläum möchten wir feiern – irgendwann in diesem Jahr, wenn Begegnungen wieder möglich sind. Bis dahin freuen wir uns weiterhin über Spenden für die Projekte der Benebikira und starten die Aktion „25 für Ruanda“: Jeder Euro zählt – ob 2,50; 25,00 oder … !
Konto der Katholischen Kirchengemeinde St. Elisabeth IBAN DE 78 4006 0265 0022 0206 00 (Kennwort „25 für Ruanda“)
Die neue Provinzoberin der Benebikira möchte sich der Gemeinde vorstellen (Auszug):
Schwester Marie Consolata Mukakibibi
Mein Name ist Schwester Marie Consolata MUKAKIBIBI. Ich stamme aus der Pfarrei Cyeza, Diözese Kabgayi, und bin ruandischer Nationalität. Ich komme aus einer christlichen Familie, habe die Taufe schon als kleines Kind empfangen, bin die Erstgeborene von insgesamt 11 Kindern, von denen 8 noch am Leben sind; mein Vater ist verstorben, meine Mutter lebt noch.
In der Ordensfamilie habe ich meine ersten Gelübde 1988 abgelegt, die zeitlichen Gelübde 1995, d.h. ich führe jetzt 33 Jahre das Ordensleben und bin 62 Jahre alt.
Nach meiner Grund- und Oberschule habe ich die meiste Zeit meines Apostolates in Schulen verbracht. Die Kongregation hat mich zum Studium auf die Päpstliche Universität Salesiana in Rom geschickt, wo ich das Master-Diplom in Erziehungswissenschaft erlangt habe, im Bereich Jugendpastoral und Katechese. Ich habe im Bereich religiöse Erziehung und an Schulen gearbeitet.
Ich möchte, dass Gott, der Herr, von allen seinen Kindern erkannt und gelobt wird. Und will alles tun für die Verherrlichung Gottes und das Heil von allen.
Meine aktuelle Mission/Sendung ist es der Kongregation der Benebikira-Schwestern, die mich zur Provinzoberin ernannt hat, und meinen Mitschwestern zu helfen. Die Südprovinz zählt 23 Kommunitäten/Niederlassungen mit 131 Mitgliedern. Die Schwestern verrichten unterschiedliche Arbeiten: tätigen ihr Apostolat in der Erziehung, manche im Gesundheitsdienst, andere in der Katechese, wieder andere im Haushalt. Es gibt Alte und Kranke, aber wir haben auch die jungen Schwestern, für deren Ausbildung wir beständig sorgen.
Zu meinen Obliegenheiten gehört, dass ich jede Kommunität besuche, um jede Schwester anzuhören und zu schauen, wie sie Ihre Aufgaben erfüllen, Schwierigkeiten wahrzunehmen, die es geben kann, und darauf zu achten, was sie brauchen, sei es materiell oder spirituell. Ich muss wachsam sein dafür, welche Hilfen sie brauchen, um sowohl zur größeren Ehre Gottes als auch für das Heil der Menschen zu arbeiten …“
Mit herzlichen Grüßen aus dem Provinzhaus Süd an die Gemeinde St. Elisabeth Der Ruanda-Arbeitskreis, Barbara Gauer
https://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2021/05/Ruanda-St-Elsiabeth-25-Jahre.jpg8781200adminhttps://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2022/06/heilig-geist-header-logo-01.svgadmin2021-05-04 10:28:152024-07-08 10:03:5325 Jahre: Jubiläum der Ruanda-Partnerschaft (1996-2021)
Besetzung und Programm am 27. und 28.03.2021: Linda Joan Berg und Constanze Liebert (Sopran), Sonja Boskou (Alt), Timo Rößner und Stefan Hahn (Tenor), Sönke Tams Freier (Bass), Barbara Hofmann (Violone), Johanna Veit (Orgel), Tom Kessler (Leitung), Dr. Pavlo Vorotnjak (Liturgie); Programm: Heinrich Schütz (1585–1672) – „Nacket bin ich vom Mutterleib gekommen“ (SWV 279) aus den Musikalischen Exequien und die Motette „Also hat Gott die Welt geliebt“ (SWV 380). Dauer ca. 40 Minuten
Über die Lage des St.-Antonius-Chores und die Passionsandachten, die ein helles Licht in der kulturell doch recht dunklen Zeit setzen, sprach Matthias Albaum mit dem Leiter des Chores, Tom Kessler.
Lieber Tom, wie geht es dem St. Antonius Chor? Wie seid ihr durch das letze Jahr gekommen?
Der Chor befindet sich derzeit wie so viele andere Chöre und Musikgruppen in einer Zwangspause. Der Sommer letzten Jahres schuf zunächst einen Hoffnungsschimmer, mit einem penibel erarbeiteten Hygiene-Konzept unter strengen Auflagen wieder zum Proben zusammenzukommen. Das haben wir dann auch für zwei Monate getan und weiter an dem Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn gearbeitet, das eigentlich schon im Juni 2020 zum 20. Jubiläum des St. Antonius Chores aufgeführt werden sollte. Mit den dann erneut verschärften Regelungen des zweiten Lockdowns wurden unsere Präsenzproben bis zum heutigen Tage ausgesetzt. Nur Berufsmusikern ist das gemeinsame Proben derzeit noch gestattet.
Damit die SängerInnen des Chores ihre Stimmen nicht ganz „einrosten“ lassen, habe ich jetzt damit begonnen Videos zu erstellen, mit denen zuhause die Stimme wieder „geölt“ und die Gesangtechnik aufgefrischt werden kann.
Wie sieht Eure Planung für den Rest des Jahres aus? Was geht, was nicht?
Obwohl es aktuell unwahrscheinlich ist, habe ich gehofft, dass wir relativ bald nach Ostern wieder in die Probensituation vom vergangenem Herbst kommen. Die Schöpfung ist bis auf weiteres ins nächste Jahr ohne einen neuen Termin verschoben. Doch gibt es die Idee, kurz vor den Sommerferien im Juni ein „Best of St. Antonius Chor“ – Konzert auf dem Schulhof der St. Antonius Schule zu geben.
Zur Aufführung kommen sollen Stücke, die der Chor in den letzten Jahren für Konzerte und Gottesdienste erarbeitet hat und so einen Querschnitt durch das Repertoire des Chores zeigen. In den fünf Jahren meiner Chorleiter-Tätigkeit hat sich da einiges angesammelt: Musik des Barocks, der Romantik und der Moderne aus ganz unterschiedlichen Musiktraditionen. So sind Stücke von sehr prominenten Komponisten wie Bach, Schütz und Mendelssohn dabei, aber auch zumeist unbekannte Komponisten aus Deutschland, England und skandinavischen Ländern. Moderne Klänge eines Hugo Distler oder Ola Gjeilo werden klassischen Choralsätzen oder Gospels gegenüber gestellt. Die Musikwelt hat unglaublich viel zu bieten und es bereitet uns allen Freude, diese verschiedenen Stile zu entdecken und unserem Publikum darzubieten. Hoffen wir, dass das Best-of-Konzert trotz Corona möglich sein wird.
Ein weiterer Termin wäre der Festgottesdienst zur Gründung der neuen Pfarrei „Heilig Geist” in St. Bonifatius am 3. Advent. Ein solcher Anlass schreit förmlich nach jauchzendem Gesang zum Spiel von Pauken und Trompeten. Ob es auch musikalisch eine orchestrale Festmesse oder eine Vertonung des „Te Deum” gibt, haben wir noch nicht festgelegt. Unser großer Wunsch ist, dass wir diesen Gottesdienst gemeinsam mit der St. Bonifatius-Kantorei gestalten und so ein großer Chor die Kirche zum Klingen bringt!
Veranstaltungsankündigung
An Palmsonntag hast Du zusammen mit Pastor Vorotnjak in St. Antonius jeweils vor den Abendmessen zwei musikalische Passionsandachten mit Musik von Heinrich Schütz veranstaltet. Wie kam es dazu?
Einer meiner absoluten Lieblingsaufgaben als Musiker ist es Programme zusammenzustellen. Ein großes Werk oder viele einzelne Stücke zu einem großen Ganzen zu vereinen, sei es als Chorleiter für ein Konzert oder als Sänger für einen Liederabend. Im Rahmen einer „Musikalischen Exequien” von Heinrich Schütz eine zentrale Rolle eingenommen. Vor einigen Jahren habe ich den Part des Basssolisten in Lübeck singen dürfen. Seit dem bestand der Wunsch, die Exequien einmal selbst zu dirigieren. Leider ließ sich dieser Wunsch mit dem St. Antonius Chor aufgrund seiner Größe und Besetzung nicht verwirklichen: der erste und größte Teil, der in den Passionsandachten zur Aufführung kam, verlangt durchgehend einen sechsstimmigen Chor. Wo ich die Frauenstimmen gerade noch so hätte teilen können, wäre es mir unmöglich gewesen, einfach wegen der geringen Anzahl an Sängern, die Männerstimmen in die beiden Tenöre und den Bass aufzuteilen. Der zweite Teil verlangte einen vierstimmigen Doppelchor: Zwei gleichwertige Chöre, die jeweils ganz klassisch vierstimmig singen. Hierfür hätten wir einen zweiten Chor gebraucht. Der dritte Teil benötigte erneut eine Dreiteilung der Männerstimmen. Kurz: die Exequien waren fürs Erste vom Tisch.
Wie wir alle wissen und gerade wir Musiker schmerzlich am eigenen Leibe erfahren, liegt das gesamte kulturelle Leben Corona-Pandemie bedingt darnieder. Dies bedeutet für uns bis auf sehr wenige Ausnahmen ein totales Arbeitsverbot. Damit verbunden sind finanzielle Einbußen, die in dieser Form niemand erwartet hätte. Viele Musiker haben bereits den Beruf gewechselt und es ist fraglich, ob sie überhaupt jemals wieder zurückkommen. Von der psychischen Belastung einmal ganz zu schweigen. Mir war es daher ein Bedürfnis, wenn auch nur für wenige, etwas zu unterstützen. Musizieren in Gottesdiensten ist noch möglich. Und dort, wo es die Räumlichkeiten hergeben, sollte man die Gelegenheit beim Schopfe ergreifen Musikern durch ein Engagement etwas Unterstützung und einen Auftritt vor anwesenden Zuhörern zu ermöglichen. Auch die Menschen lechzen und sehnen sich nach live gespielter und gesungener Musik.
Kurz vor Ostern hat sich also das Format einer musikalischen Passionsandacht, verbunden mit einem liturgischen Impuls durch einen der Geistlichen, in St. Antonius angeboten. Pastor Vorotnjak war sofort mit an Bord und die Exequien von Schütz sprangen mir sofort in den Kopf. Verbunden mit der Motette „Also hat Gott die Welt geliebt“ des selben Komponisten stand das Programm für mich auch sehr bald fest. So findet man in den Texten der Exequien alles, um was es in der Passionszeit mitunter auch geht: Warten, Bangen, Hoffen, Verzweifeln. Der Vers „Das Blut Jesu Christi […] machet uns rein von allen Sünden“ verweist uns auf das letzte Abendmahl am Gründonnerstag. Umgehend folgt die Zusage, dass uns durch ihm die Sünde vergeben und das Leben geschenkt wird. Der Text verweist mit „Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben” und „Halt dich an mich, es soll dir itzt gelingen, ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bist du selig worden” bereits auf Jesu Auferstehung an Ostern und lässt uns sowohl jetzt während der Heiligen Woche, als auch darüber hinaus für unser ganz eigenes Leben hoffen und zuversichtlich sein. Und genau diese Hoffnung und Zuversicht brauchen wir in Zeiten, wie wir sie derzeit erleben, ganz besonders!
Welche Bedeutung haben die beiden Andachten für Dich und die Solisten?
Der oben bereits erwähnte finanzielle Teil ist nur das eine. Wir alle waren gezwungen, viel vor Kameras und Mikrofonen zu stehen. Das ist mit dem Musizieren vor einem Publikum überhaupt nicht zu vergleichen. Zum einen hat uns die Tiefe und Komplexität der Musik von Heinrich Schütz selbst unglaublich tief berührt. Doch die Tatsache dies in Anwesenheit von anwesenden Zuhörern zu tun, hebt es auf eine ganz andere Ebene. Wir Musiker brauchen unserer Zuhörer. Direkt vor uns, nur wenige Meter entfernt. Da werden in diesem Moment Energien freigesetzt und entfesselt, die man nur schwer in Worte fassen und benennen kann. Die Luft knistert und es liegt eine Spannung im ganzen Raum. Wer am Palmsonntags-Wochenende in St. Antonius dabei sein konnte, wird bestätigen, dass es im Raum mucksmäuschenstill war. Die Leute haben aktiv zugehört, waren emotional eingenommen und haben die Spannung mitgetragen und aufrecht erhalten. So wie in diesen beiden Andachten, habe ich es selten im Opern- oder Konzerthaus erlebt.
Wir sind zutiefst dankbar, dass die Gemeinde uns und den Anwesenden dieses große Geschenk gemacht und diese Andachten ermöglicht hat. Wir hoffen alle, dass die Pandemie bald ihr Ende findet. Doch bis dahin, würden wir uns den ein oder anderen ähnlichen Moment wünschen. Viele Rückmeldungen sprachen von „Balsam für die Seele“. Ich wünsche mir sehr, dass dieser Balsam uns stärken und auch den letzten Weg dieser Reise durchs Ungewisse unserer Zeit tragen wird.
Die Fragen stellte Matthias Albaum
Kurze Vita Tom Kessler:
Tom Kessler
Geboren und aufgewachsen in Hamburg, ist der 28-Jährige seit Herbst 2015 Chorleiter des St. Antonius Chors. Er studierte zunächst Kirchenmusik in Hamburg, ehe er ein Gesangstudium in Lübeck aufnahm. Derzeit setzt er seine Studien im Masterstudiengang bei Prof. Thomas Mohr und Prof. Krisztina Laki in Bremen fort. In Hamburg wirkt er als freiberuflicher Kirchenmusiker, als Sänger zudem im norddeutschen Raum. Schwerpunkt seiner Sängertätigkeit umfasst das Konzertfach mit Oratorien, Kirchenmusik und Liederabenden. Szenisch stand er zuletzt als Ensemblemitglied der Lübecker Sommeroperette auf der Theaterbühne. Mit der Gemeinde St. Antonius besteht für die Chorarbeit eine feste Honorarvereinbarung. www.tomkessler-gesang.de
https://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2021/03/2021-Passionsandacht.jpg10131800adminhttps://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2022/06/heilig-geist-header-logo-01.svgadmin2021-03-31 12:31:382024-07-08 10:01:20Die Kirchenmusik lebt – Passionsandacht in Pandemiezeiten
Livemusik ist ein rares Gut in diesen Tagen, um nicht zu sagen kaum existent. Um so schöner, dass der Chorleiter von St. Antonius, Tom Kessler, am Samstag, dem 27. März und am Palmsonntag jeweils um 17.15 Uhr eine musikalische Passionsandacht konzipiert und auf die Beine gestellt hat.
In der Besetzung 2 x Sopran, Alt, 2 x Tenor und Bass werden zwei geistliche Werke von Heinrich Schütz (1585–1672) gegeben: Und zwar „Nacket bin ich vom Mutterleib gekommen“ aus den Musikalischen Exequien und die Motette „Also hat Gott die Welt geliebt“. Für Liebhaber barocker geistlicher Musik verspricht es ein wunderbarer Einstieg in die Heilige Woche zu werden.
Der Eintritt ist frei, aber natürlich begrenzt und nur nach Anmeldung über jesaja.org oder das Pfarrbüro möglich. Aktuell (Samstag vormittag) sind noch Plätze zu haben: Hingehen!
Nach eingehender Beratung hat Erzbischof Stefan am 9. März entschieden, dass unsere neue Pfarrei als Patron und Namensgeber den Heiligen Geist erhält.
Heiliger Geist
Gottes Geist/Kraft in der Schöpfung (Geist schwebt über den Wassern), in der Heilsgeschichte (Maria empfängt den Geist und wird Jesus Gebären), in der Kirche (die Geistsendung am Pfingsttag als Ursprung der Kirche) // starkes „Motiv“ in unserem Verständnis von Kirche vor Ort und in unserem Pastoralkonzept
https://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2021/03/Rom_Vatikan_Basilika_St._Peter_Die_Taube_des_Heiligen_Geistes_Cathedra_Petri_Bernini-web-1.jpg20321874adminhttps://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2022/06/heilig-geist-header-logo-01.svgadmin2021-03-14 19:19:572025-12-04 12:51:44Unser Patron und Namensgeber: der Heilige Geist
Erzbischof Stefan Heße hat unseren Pfarrer Franz Mecklenfeld und den Schweriner Probst Georg Bergner zu Domkapitularen ernannt. In einem Gottesdienst am 25. Juni sollen beide in ihr Amt eingeführt werden. Selbstverständlich bleibt er uns als Pfarrer erhalten.
Das Domkapitel unterstützt den Bischof in der Leitung und Verwaltung des Bistums. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, bei Bedarf einen neuen Bischof zu wählen.
Wir gratulieren Pfarrer Mecklenfeld und wünschen ihm Gottes reichen Segen für das zusätzliche neue Amt.
https://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2021/02/Porträt-Pfarrer-Franz-Mecklenfeld-DSC_4774-1600x2405-1.jpg24051600adminhttps://heiliggeist.org/wp-content/uploads/2022/06/heilig-geist-header-logo-01.svgadmin2021-02-19 10:45:082024-07-08 10:03:53Pfarrer Franz Mecklenfeld zum Domkapitular ernannt
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