Meine Versetzung in den Ruhestand am 31. Oktober 2022

An die Gemeindemitglieder
An die Ehren- und Hauptamtlichen
im Dienst der Pfarrei
An MitarbeiterInnen im EGV
An Bekannte und Freunde
An meine Angehörigen

Pfarrer Franz Mecklenfeld

Liebe Adressierte,

über meine Absicht, spätestens mit der Vollendung meine 70. Lebensjahres im Ruhestand zu sein hatte ich schon das ein oder andere Mal mehr oder weniger offen gesprochen. Dabei dachte bis vor nicht langer Zeit konkret an den Sommer 2023.

Neben meinen persönlichen Gründen (meine gesundheitliche Situation mit Langfolgen der Krebs-OP im Jahr 2009, das altersgemäße Nachlassen der Kräfte und mein Wunsch, von den langjährigen und dauerhaften Verpflichtungen und Verantwortungen entlastet zu werden) ist in mir nach der Errichtung unserer Pfarrei Heilig Geist am 12. Dezember 2021 die Erkenntnis gewachsen, dass es bei der zuversichtlichen und optimistischen Grundstimmung in der Pfarrei Heilig Geist, bei einer gewachsenen Einheit in und zwischen den Gemeinden und Orten kirchlichen Lebens, bei der sehr qualifizierten, engagierten, glücklichen Besetzung des Pastoralteams, der Gemeindeteams und des Kirchenvorstandes mit seinen Fachausschüssen sinnvoll ist, meine Aufgaben und die Leitung in unserer Pfarrei Heilig Geist früher als im Sommer 2023 abzugeben. Denn so kann sich nach meiner Überzeugung mit einer Neubesetzung der Stelle und Aufgabe des Pfarrers die Pfarrei Heilig Geist mittel- bzw. längerfristig kontinuierlicher und besser weiterentwickeln als nach einer etwas längeren, aber letztlich auch nur noch kurzen Leitungszeit meinerseits bis zum Sommer 2023.

Deshalb habe ich Erzbischof Dr. Stefan Heße um meine Versetzung in den Ruhestand mit Wirkung zum 31. Oktober 2022 gebeten. Ich bin dankbar, dass er nach einem persönlichen Gespräch meiner Bitte zugestimmt und mich mit seinem Brief vom 15. August in den Ruhestand versetzt hat.

Bei allen, in den letzten Jahren auch besonders dramatischen Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft, blicke sehr dankbar auf die sehr ereignisreichen und intensiven Jahrzehnte meines Lebens und meines Dienstes als Priester zurück: auf die fast 10 Jahre als Kaplan in den Pfarreien Kiel St. Nikolaus (1980–1985) und in Melle St. Matthäus (1985–1989), sodann auf die 33 Jahre als Pfarrer in den Pfarreien Kiel St. Birgitta im Ökum. Zentrum Mettenhof (1989–1999), in Herz-Jesu Halstenbek (1999–2006), in der Propstei Herz-Jesu zu Lübeck (2006–2016) und schließlich seit dem 1. März 2017 hier in Hamburg, in St. Bonifatius, St. Elisabeth, St. Antonius – und nach der Entwicklung des Pastoralen Raumes Alster Nord-West jetzt in unserer am 12. Dezember 2021 errichteten neuen Pfarrei Heilig Geist. Am 24. Juni 2021 wurde ich Mitglied im Domkapitel.

Ich ‚fliehe‘ nicht aus meinem Beruf als Priester unserer Kirche – und ebenso wenig aus meinem Dienst in unserem Erzbistum Hamburg und aus unserer Pfarrei Heilig Geist. Vielmehr bin ich sehr dankbar, dass mir im Laufe der Jahre und Jahrzehnte die genannten Aufgaben und Dienste übertragen und anvertraut wurden. Herausragend war vor vielen anderen die Seligsprechung der Lübecker Märtyrer am 25. Juni 2011, die ich mit vorbereiten, gestalten und feiern konnte. Dennoch ist es jetzt die rechte Zeit, aus dem aktiven Dienst auszuscheiden. Ich freue mich darauf, im Herbst diesen neuen Lebensabschnitt zu erreichen und beginnen zu können. Am 31. Oktober 2022 werde ich, so Gott will, im 70. Lebensjahr sowie im 43. Jahr meines priesterlichen Dienstes im Bistum Osnabrück und (seit 1995) in unserem Erzbistum Hamburg stehen. Wo werde ich nach der Pensionierung leben? Ich habe mich entschieden, nach München zu ziehen. Dort habe ich in den Jahren 1974–1978 studiert, dort kann und werde ich aufgrund einer jahrzehntelang dauernden Freundschaft zu einem Ehepaar und einiger Kontakte zu weiteren Bekannten und Freunden diesen neuen Lebensabschnitt mit Zuversicht beginnen können.

Weil eine Versetzung in den Ruhestand durch den Personalreferenten natürlich nicht kurzfristig vorbereitet bzw. gemanagt werden kann habe ich seit ein paar Wochen bereits mit dem kommenden Ruhestand ‚im Hinterkopf‘ gelebt. Ich habe mich dennoch bemüht, meine Aufgaben und Dienste angemessen, verantwortlich und nach besten Kräften zu erfüllen; und das soll bis zum Ende meines Dienstes auch so bleiben.

Von Herzen danke ich allen, mit denen und für die ich in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten die Frohe Botschaft verkündigen, die Sakramente feiern und Seelsorger sein durfte. Ich danke allen, mit denen ich Projekt-, Gemeinde-, Pfarrei- und Kirchenentwicklung gestalten konnte. Ich danke allen, die mir dabei Vertrauen geschenkt, mich begleitet, inspiriert und toleriert haben. Von Herzen bitte ich all die um Vergebung, denen ich nicht gerecht oder denen ich zum Ärgernis geworden bin.

Am Sonntag , dem 30. Oktober möchte ich mich gerne in der Eucharistiefeier und einer anschließenden Begegnung in St. Bonifatius von Ihnen/Euch aus meinem priesterlichen Dienst als Pfarrer verabschieden. Evtl. ist es Ihnen/Euch möglich, dabei zu sein. Konkrete Information dazu erfolgen Ende September.

Mit meinem Primizspruch aus dem Psalm 8, der mir seit der Priesterweihe durch Bischof Helmut Hermann Wittler am 2. Februar 1980 im Dom zu Osnabrück immer ein ganz wichtiger, ermutigender, stärkender und aufbauender Gedanke für meinen Glaubens und meinen Dienst war und geblieben ist grüße ich Sie und Euch sehr herzlich: „HERR, unser Herr, / wie gewaltig ist Dein Name auf der ganzen Erde, der Du Deine Hoheit gebreitet hast über den Himmel. Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst, des Menschen Kind, dass Du Dich seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, Du hast ihn gekrönt mit Pracht und Herrlichkeit.“

Gott segne und erfülle Sie und Euch mit Seinem Geist und mit der Gewissheit, dass wir Seine geliebten Töchter und Söhne sind: heute, in den nächsten Tagen und Wochen sowie nach meiner Pensionierung aus dem Dienst in unserem Erzbistum Hamburg und unserer Pfarrei Heilig Geist!

Ihr/Euer
Pfarrer
Franz Mecklenfeld

Foto: Tanja Dirbach

Stimmen zum vorzeitigen Ruhestand von Pfarrer Franz Mecklenfeld

Pfarrer Mecklenfeld wird zum 31. Oktober vorzeitig in Ruhestand gehen. Diese überraschende Nachricht erreichte unsere Pfarrei in der vergangenen Woche. Die Redaktion hat Pastor Dr. Pavlo Vorotnjak und Martin Kriegel für das Pastoralteam und den Kirchenvorstand deshalb um kurze Stellungnahmen gebeten.

Auch wenn es einigen Personen in den Gremien schon länger bekannt war, dass Pfarrer Mecklenfeld in 2023 in seinen sicherlich verdienten Ruhestand gehen würde, so hat mich doch die Entscheidung, schon jetzt zum 31. Oktober diesen Schritt zu gehen überrascht.

Als Pfarrer Mecklenfeld 2017 sein Amt antrat, traf er auf drei höchst unterschiedliche Pfarreien, die in den folgenden Monaten und Jahre zu einer neuen Pfarrei zueinander zu bringen waren. Diesen Prozess vor Augen und mit den Erfahrungen aus seine Lübecker Zeit hat Pfarrer Mecklenfeld mit großer Ausdauer, Beharrlichkeit und Konsequenz im vergangenen Jahr formal die Gründung unserer Pfarrei Heilig Geist zelebrieren können. Vielleicht war der Abschluss des sicherlich auch für ihn anstrengenden Prozesses ein Anstoß, seinen Ruhestand jetzt vorzuziehen.

Persönlich habe ich Pfarrer Mecklenfeld als hochgradig interessierten, gebildeten und auch lustigen Menschen erleben dürfen, der viele Dinge zu bedenken hat und trotzdem immer lösungsorientiert ist. Es ist bereit, sich auf Neues, teilweise auch Unkonventionelles einzulassen. Besonders hervorzuheben ist zum Beispiel seine sofortige Bereitschaft und sein Engagement, bedürftigen, geflüchteten Menschen in St. Bonifatius Kirchenasyl zu gewähren.

Die Corona-Pandemie hat wie in so vielen Bereichen auch die Gemeinde- und Gremienarbeit beeinflusst. Während die Gremienarbeit dank technischer Hilfsmittel wie Videokonferenzen einigermaßen funktionierte, so war doch andererseits die pastorale Arbeit in den Gemeinden nur sehr eingeschränkt für ihn möglich.

Fünf Jahre Dienst in den Pfarrei(en) sind für einen Priester keine wirklich lange Zeit. Die Umstände jedoch, denen sich Pfarrer Mecklenfeld stellen musste, hat er – denke ich – zum Wohl der Pfarrei und ihren Gläubigen gut gemeistert. Dafür bin ich ihm dankbar, denn es hätte auch ganz anders kommen können.“

Martin Kriegel, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes


Bezüglich der vorgezogenen Pensionierung unseres Pfarrers Franz Mecklenfeld bewegt mich besonders sein Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein sogar in dieser Situation, nämlich dass er trotz seiner gesundheitlichen Schwierigkeiten erst nach der Gründung unserer Pfarrei Heilig Geist und erst nach einer positiven Perspektive für die Pfarrei die eigene Gesundheit und seine eigene Perspektive gebührend berücksichtigt. Trotz der Perspektive des Ruhestandes wird er zweifelsohne bis zum Ende seines noch verbleibenden Dienstes seiner Verantwortung und seiner Aufgaben gerecht werden. Das ist meiner bescheidenen Meinung nach für ihn nicht nur charakteristisch, sondern auch ein Bestandteil seiner priesterlichen Identität und ein Ausdruck seiner „Frömmigkeit“, gewissermaßen wie es der hl. Alfons Maria von Liguori (+1787) formulierte: ‚Wahre Frömmigkeit besteht darin, dass man seine Pflicht erfüllt‘.

Pfarrer Franz ist Gott sei Dank noch da, doch ab Anfang November wird er mir fehlen, mit seiner persönlichen Zugewandtheit mir – und meiner Familie gegenüber, für die er mir eigentlich immer einen Gruß mitgab, mit seiner Erfahrung und Klarheit, mit seinem unerschütterlichen und authentischen Glauben, den er verkündet und lebt. Dies ist etwas, das bei ihm hoffentlich stets bleiben wird. So, wie er den guten Kontakt über viele Jahre unter anderen zu der Familie nach München pflegte und pflegt, so wird er es wohl auch vice versa, nach Hamburg, tun. Ich bin froh und dankbar, dass ich auch diese persönliche Seite an Pfarrer Franz erleben und schätzen durfte und darf.

Was jetzt zu tun ist, da würde ich zunächst auf eine würdige und gute Abschiedsfeier hinweisen wollen und auf die Fähigkeit auch bei einer etwaigen Zeit der Vakanz das Gemeindeleben mit Zuversicht weiterzuentwickeln, denn der Heilige Geist hat in der Kirche keine Vakanz. Der Gottesdienstplan wird mitunter ein wichtiges Thema sein.

Zu lassen wären aus meiner Sicht Spekulationen und Wünsche bezüglich der Neubesetzung, die evtl. zu Unvoreingenommenheit und Unzufriedenheit bezüglich der tatsächlichen Neubesetzung führen könnten. Stattdessen, und da wären wir wieder beim „was zu tun ist“, sollten wir dafür beten, dass der Heilige Geist der Initiator werde, dass die Ehre Gottes und das Heil der Menschen im Vordergrund stehen mögen und wir offenherzig die Person annehmen, die diesen Dienst im Weinberg des Herrn antreten wird.

Eine Nachfolgeregelung wird es gewiss geben, die Frage ist nur wann und wird es in der Form eines leitenden Pfarrers sein? Ich halte es für wahrscheinlich, dass unsere Pfarrei zunächst eine gewisse Zeit administrativ geführt wird. In dieser Zeit dürfte es keine großen Veränderungen geben, aber auch keinen Stillstand.

Meine eigenen Aktivitäten sehe ich weiterhin in den vielfältigen Formen der Pastoral und in der Jugendarbeit, die nach den Sommerferien wieder an Fahrt gewinnt. Dennoch werden wir alle wohl verstärkt Ansprechpartner für alle sein und noch besser zusammenarbeiten müssen, um das Wohl von Pfarrei und den Gemeinden im Blick zu behalten und dafür gegebenenfalls auch über den eigenen ‚Tellerrand’ hinauszuschauen.“

Pastor Dr. Pavlo Vorotnjak

Neu: »Spirit für die Woche«

Pünktlich zur Errichtung erscheint ein neues wöchentliches Infoblatt mit allen wichtigen Terminen aus der der Pfarrei Heilig Geist. Es löst die bisherigen Wochenblätter der Gemeinden ab und „Spirit für die Woche”.

Hier können Sie die erste Nummer als PDF runterladen und lesen. Außerdem stellen wir es Ihnen jeweils druckfrisch ab Freitag rechts in der Seitenleiste (bzw. im Footerbereich auf Smartphonedisplays) zum Download zur Verfügung.

Ge(h)spräche im Grünen

Es gibt sie ein Leben lang: Die Fragen nach Sinn, die Suche nach Halt, Orientierung und Glauben sind menschliche Grundthemen. 

Wir begleiten Sie ein Stück weit bei Ihren Fragen und schenken Ihnen Zeit. Auch bei Kummer hilft es wenn jemand unvoreingenommen zuhört. Und wo geht das besser als bei einem Spaziergang? Die Pfarrei Heilig Geist bietet nun in den Gemeinden St. Antonius, St. Bonifatius und St. Elisabeth Ge(h)spräche im Grünen an. Ob im Stadtpark, im Innocentiapark oder am Weiher: Unsere ausgebildeten SeelsorgerInnen Maria Schmidt und Christoph Riethmüller unterliegen der Schweigepflicht. Die einstündigen Einzelge(h)spräche finden vom 21. bis zum 28. August statt. Die Termine können flexibel vereinbart werden – auch abends. Eine Anmeldung ist jeweils bis 17.00 Uhr am Vortag möglich. 

Anmeldung:

Alle können das Gesprächsangebot wahrnehmen – die Kirchenzugehörigkeit ist keine Voraussetzung. – Tanja Dirbach

Foto: Tanja Dirbach

Spritzen statt Pinsel: Heilige in neuem Format

Ukrainische Friedensausstellung »Sacrifice« in den Kirchen der Pfarrei Heilig Geist zu sehen

Der Krieg erwischte den ukrainischen Künstler Myron Kataran bei der Arbeit in seinem Atelier. Bereits seit mehreren Jahren beschäftigt er sich mit den Themen Krieg und Frieden. Seine Ausstellung Sacrifice entstand von 2017 bis 2020. Auf fünf Leinwänden in großen Formaten sind besondere Persönlichkeiten der christlichen Kirche und eine Friedenstaube zu sehen. Heilige, die sich in ihrem Leben für den Frieden und das Verbreiten christlicher Werte eingesetzt haben. Zum Beispiel Mutter Teese, Pater Pio von Pietrelcina oder der Heilige Charbel. Das Besondere: Die Kunstwerke hat Kataran mit Hilfe von medizinischen Spritzen hergestellt. Pastor Pavlo Vorotnjak hat die Ausstellung in die Pfarrei Heilig Geist geholt. Jeweils zwei Wochen sind die Werke in den Kirchen zu sehen. Pastor Vorotnjak und seine Frau Natalia informieren zum Start der Ausstellung im Rahmen der Sonntagsmessen vor Ort über die Hintergründe. Los geht’s am 4.September in St. Bonifatius, dann folgt ab dem 18. September der Wechsel nach St. Antonius. Und schließlich sind die Werke ab dem 2. Oktober in St. Elisabeth zu bewundern. Im Zuge der Aktion können Spenden für die medizinische Versorgung der Verwundeten in der Ukraine abgegeben werden. Dafür wurde die Spendenbox angeschafft. Pastor Vorotnjak hofft, dass sich viele die Ausstellung ansehen und sieht sie als ein hoffnungsvolles christliches Zeichen in dunklen Zeiten.

Sacrificium

Der Krieg erwischte den ukrainischen Künstler Myron Kataran bei der Arbeit in seinem Atelier in Lviv. Der Künstler hatte nicht mit einer so plötzlichen Invasion der Besatzer gerechnet, obwohl ihn die Vorahnung des Konflikts schon seit langem beunruhigt hatte. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich nun schon mit dem Thema Krieg und Frieden. Frieden nicht nur in der Ukraine, sondern auch in der ganzen Welt.

Eines der Projekte mit dem Titel »Sacrifice« entstand von 2017 bis 2020. Auf fünf Leinwänden im Format 180 x 180 cm, die in Form eines Kreuzes angeordnet sind, sind Porträts prominenter Persönlichkeiten der christlichen Kirche zu sehen, Heilige, die ihr Leben der Verbreitung christlicher Werte, der Beendigung von Gewalt und der Schaffung von Frieden in der Welt gewidmet haben: Papst Johannes Paul II., der heilige Charbel, Pater Pio von Pietrelcina und die heilige Mutter Teresa. In der Mitte des symbolischen Kreuzes befindet sich das Bild der Friedenstaube.

„Bei der Arbeit an dieser Leinwand habe ich innovative Techniken angewandt“, sagt Myron Kataran. – „Die Leinwand wurde mit einem Spachtel aufgebaut, um das Gesicht der Heiligen nicht zu überladen, sondern leicht zu machen. und das Bild wurde mit einer medizinischen Spritze gezeichnet, um die Form des Gesichts selbst mit Hilfe eines Dornenzweigs zu formen. Es wurde nicht auf einer ebenen Fläche gezeichnet, sondern auf dem Boden, auf den Knien. Die Dornenkrone symbolisiert den schwierigen Weg der Heiligen. Diese Heiligen wählten bewusst einen solchen Weg, um sich für die Menschen zu opfern … ich habe drei Jahre lang an dem Projekt gearbeitet, aber ich habe mich sehr lange mit diesem Thema beschäftigt.”

Hier das Plakat als PDF runterladen (ca. 5,5 MB)

Abschied nach 10 Jahren: Kita-Leiterin Stephanie Günterberg geht

Das Sommerwetter zaubert den Kindern in der Kita St. Elisabeth ein Lächeln ins Gesicht. Aufgeregt wuseln sie durch die Flure des modern umgestalteten Altbaus, suchen ihre Badesachen raus und feiern draußen eine große Beach-Party. Leiterin Stephanie Günterberg wird sie vermissen, all die kleinen Mädchen und Jungen, die sie über eine lange Zeit begleitet hat. Zu den Sommerferien verlässt sie die Kita nach 10 Jahren. Aber die Erzieherin aus Leidenschaft möchte sich beruflich verändern, fängt als Erzieherin in einer anderen Kita des Bistums in der zu ihrem Wohnort an. Vor allem der lange Fahrtweg von einer Stunde wurde zu einer Belastung. Jetzt, da ihr Sohn in die Vorschule kommt, will sie lieber in der Nähe arbeiten, um ihn mehr unterstützen zu können. Deshalb tritt die beliebte Leiterin ab. Und hinterlässt eine top aufgestellte, moderne Bildungseinrichtung, der ihr guter Ruf vorauseilt. 60 Absagen habe sie dieses Mal verschicken müssen. Zusätzliche Werbung braucht sie nicht.

Die 36-Jährige hat die Kita mit viel Spaß, Energie und Engagement fit für die Zukunft gemacht und den christlichen Bildungskern dabei erhalten. Was diese Kita so besonders macht? Die besondere, familiäre Atmosphäre, sagt Günterberg. 60 Plätze gibt es aktuell. Auch die Anbindung an die katholische Grundschule sei für viele Eltern ein Kriterium, wenn sie sich um einen Platz für ihr Kind bewerben.

Günterberg reagierte auch auf den wachsenden Bedarf an Betreuungsplätzen für die Jüngsten und etablierte eine Krippe in der Einrichtung. Dafür wurde die Vorschule ausgegliedert. Immer wieder sei nach Betreuung der Kleinsten gefragt worden. Günerberg hat gehandelt. Oder wie Andrea Rosslenbroich und Angelika Grau vom Kirchenvorstand es in ihrem Abschiedsbrief an Günterberg ausdrücken: „Mit Ihnen haben wir viele alte Hüte entstaubt oder abgeschafft und ein modernes, zeitgemäßes Kita-Konzept entwickelt, das pädagogisch basiert für die Kita-Eltern, aber auch für die Mitarbeiterinnen eine solide Orientierung für die erzieherische Arbeit bildet. Auch die Zusatzangebote wie Gruppenturnen, musikalische Früherziehung oder die ersten Englischlektionen haben Sie auf den Weg gebracht. So ist es schön zu sehen, wie die Kinder unter Annas Trommelwirbel durch den Alten Kirchensaal toben, oder mit staunenden Augen die Klänge der Blechbläsergruppe der Hamburger Symphoniker verfolgen und dazu leise im Takt wippen oder demnächst die selbst gesäten Kräuter ernten. Diese Impulse und Anregungen bereiten den Weg für weitere pädagogische Angebote der frühkindlichen Erziehung.“

Auch der christliche Kern ihrer Arbeit sei ihr immer wichtig gewesen, sagt Günterberg. „Das Schöne ist, dass wir so eng mit der Kirche verbunden sind. Wir haben eine sehr enge Zusammenarbeit.“ In den Gruppen werden zum Beispiel gemeinsam mit Kaplan Georg Taubitz und Kita-Referentin Melanie Brünner Bibelgeschichten kindgerecht vorgestellt. Auch die Kirche wird regelmäßig genau von den unter die Lupe genommen. Dann kann auch mal am Weihrauch geschnuppert oder die Sakristei erkundet werden. Aber auch im Alltag der Kita stehen die christlichen Werte im Fokus. „Wir leben den christlichen Glauben. Das ist unser Alltag. Jeden Tag, im respektvollen Miteinander.“ Das soll auch künftig so bleiben. Günterberg wird dennoch eine Lücke hinterlassen. Ihre Nachfolgerin oder ihr Nachfolger wird aktuell noch gesucht. – Tanja Dirbach

Foto: Tanja Dirbach

We Care for U!kraine

Hilfspakete für die Menschen in der Ukraine
Eine gemeinsame Aktion vom Erzbistum Hamburg und der Caritas im Norden – mit Unterstützung des Freiwilligen Zentrum Hamburg.

Aus den Bistümern Kolomyja und Sambir-Drohobytsch hat uns ein Hilferuf erreicht. Entstanden ist daraufhin die Aktion „WE CARE FOR U!KRAINE“! Mit Hilfspaketen soll Binnenflüchtlingen in der Ukraine geholfen werden.

Erwachsene und Kinder werden täglich massiv mit der Situation in der Ukraine konfrontiert. Bei vielen entsteht ein Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit. Mit dieser Paketaktion hat jeder für sich, in der Familie oder in Gruppen die Möglichkeit, konkret etwas für die Menschen in der Ukraine zu tun. Dabei geht es nicht nur um die benötigten Güter des täglichen Bedarfs. Es geht auch um ein klares Zeichen der persönlichen Zuwendung und Anteilnahme. So kann jeder entscheiden, ob er einen kleinen Gruß oder ein gemaltes Bild mit in das Paket legt. 

Wer kann mitmachen?

Einzelpersonen, Familien, Gruppen – jeder kann mitmachen, jedes Paket hilft!

Wie kann ich mitmachen?

1. Leere(n) Karton(s) können Sie nun auch in den Kirchenstandorten St. Antonius, St. Bonifatius und St. Elisabeth abholen.

2. Einkaufen und Karton packen. Wichtig: Es dürfen nur die auf der Packliste genannten Artikel in die Kartons gelegt werden:

  • Vitamine in (Brause-)Tablettenform, Pflaster, Blasenpflaster
  • Zucker, Mehl, Nudeln, Haferflocken
  • Kekse, Müsliriegel, Nüsse
  • Tomatenmark, Pflanzenöl
  • Konserven (mit Aufreißring)
  • Babynahrung, Feuchttücher
  • Seife, Duschgel, Shampoo
  • Pflegecreme für Kinder
  • Damenbinden, Slipeinlagen
  • Socken
  • Zahnpasta und Zahnbürsten, Deo
  • Instantkaffee, -suppen, etc.
  • Wer mag: einen persönlichen Gruß

3. Karton an einem der Kirchenstandorte abgeben oder per Paketversand an: Freiwilligen Zentrum Hamburg, Am Mariendom 4, 20099 Hamburg schicken.

Abgabezeitraum bis Mitte Juli 2022

Danke für Ihre Unterstützung! 

We Care for U!kraine

Der Flyer zur Aktion als PDF

Herzlich Willkommen,
Bruder Lukas!

Deutlich früher als erhofft erhält unser Pastoralteam Verstärkung. Nicht nur Pastor Dr. Pavlo Vorotnjak wird es freuen, lasten nun die priesterlichen Aufgaben nicht mehr allein auf seinen Schultern und wechselnden Gastpriestern, auf die glücklicherweise Verlass ist.

Bruder Lukas Boving
Bruder Lukas

Neu ins Team kommt ab 1. Dezember Bruder Lukas (45) als Pfarrvikar mit dem Titel Pastor. Die eine oder der andere kennen ihn schon aus Nütschau, wo er seit 2019 das Jugendhaus leitete.

Ursprünglich kommt Lukas Boving aus der Werbebranche, die aber die spirituelle Sehnsucht des Rheinländers nicht zu stillten vermochte. Seine Sinnsuche führte ihn ins Noviziat bei den Benediktinern in Nütschau, wo er später sein Gelübte ablegte. Inzwischen hat er ein Theologiestudium absolviert und wurde zum Priester geweiht.

Auch als Mönch blieb Bruder Lukas stets der Welt zugewandt und postet seit 2018 auf Instagram über seinen Klosteralltag und seine Reisen mit viel rheinischem Frohsinn und Humor.

Wir heißen ihn herzlich in unserem Kreise willkommen und freuen uns auf die Verstärkung. Herzliche Willkommen, Bruder Lukas!

Spiritualität entdecken in Fotografie, Kunst und Musik

Drei Workshops im März, Mai und Juni

Viele Menschen spüren: Das Leben ist mehr als das, was sich greifen lässt. Es gibt Augenblicke, die erfüllen und berühren. So ein spiritueller Moment, der sich nicht nur auf die religiöse Ebene beziehen muss, kann sogar Halt und Kraft geben.

Wie ist es möglich, solche Momente wahrzunehmen und zu entdecken? Und wie lässt sich der eigenen Spiritualität Ausdruck verleihen?

Diesen Fragen möchten wir in den Workshops nachgehen und – wer weiß – vielleicht sogar gemeinsam Spiritualitätsmomente erleben.


Spiritualität und Fotografie

Samstag, 25. März 2023, 14.00 bis ca. 17.30 Uhr

Der gelernte Fotograf Matthias Scharf ist seit mehr als zehn Jahren selbstständig und arbeitet in dieser Zeit unter anderem als freier Fotograf beim HSV und beim Erzbistum Hamburg. Bei seiner Arbeit ist es ihm immer wieder gelungen, spirituelle Augenblicke fotografisch festzuhalten. In dem Vortrag wird er über seine Erfahrungen in seinen beruflichen Wirkungsstätten berichten und Beispiele für berührende Fotografie-Momente zeigen.

Anschließend unterstützt er die Teilnehmer*innen mit seinem fotografischen und technischen Wissen dabei, ihren Weg zur spirituellen Fotografie in der direkten Umgebung am Weiher oder im Kirchengebäude auszuprobieren.

Referent: Matthias Scharf, Fotograf

Wo: Gemeindehaus St. Bonifatius, Am Weiher 29

Teilnehmerzahl: max. 10 Personen

Kosten: 5 Euro

Anmeldeschluss: Dienstag, 21. März 2023
Bitte bringen Sie einen eigenen Fotoapparat mit (möglichst keine Handykamera).


Spiritualität und Kunst

Samstag, 6. Mai 2023, 14.00 bis 17.00 Uhr

Tobias Emskötter ist freischaffender Künstler und Grafiker. In diversen Workshops an Schulen und im kirchlichen Rahmen ging es um eines seiner Lieblingsthemen: Wahrnehmung und Farbe.

Auch an dem Tag wird der Schwerpunkt auf diesem Bereich liegen. Nachdem sich die Teilnehmerinnen in einem kurzen Abriss dem Phänomen Farbe genähert haben, stellen sie selbst Farben aus Eiern, Öl und Pigmenten her.

Anschließend folgt für eine gewisse Zeit eine wahrnehmende Stille, die der inneren Sammlung dient. Auf einer Leinwand versuchen die Teilnehmerinnen dann in Form von aneinandergesetzten Quadraten oder Streifen – nur mit Farben – die vier Jahreszeiten in einem Bild festzuhalten. Es kommt dabei nicht darauf an, ein bedeutendes Kunstwerk zu schaffen. Vielmehr sollen die inneren Bilder sichtbar gemacht werden – mit Mut zur Farbe.

Referent: Tobias Emskötter, Künstler

Wo: Gemeindehaus St. Antonius, Gemeindesaal, Alsterdorfer Str. 73-75

Teilnehmerzahl: max. 10 Personen

Kosten: 15 Euro

Anmeldeschluss: Freitag, 21. April 2023

Bitte bringen Sie Kleidung mit, auf die auch Farbe kommen darf.


Spiritualität und Musik


Samstag, 10. Juni 2023, 14.00 bis 17.00 Uhr

„Über Musik und Spiritualität nachzudenken bedeutet letztlich, über den musikalischen Kontext eines Menschenbildes zu sprechen, das Geistiges, Seelisches und Religiöses zulässt.“, sagt Kirchenmusiker Christof Krippendorf. „Wenn Menschen nicht nur im Diesseits leben wollen, sondern sich ebenso auf eine Transzendenz hin ausrichten möchten, wenn sie eine Verbindung zu einer anderen Wirklichkeit spüren, kann man von Spiritualität sprechen. Musik kann dabei eine Hilfe sein.“

Anhand von Beispielen von Komponisten, Musikern und Hörern wird im ersten Teil des Workshops der Zusammenhang von Spiritualität und Musik beleuchtet. Hierbei können ggf. auch eigene Erfahrungen ausgetauscht werden.

Im zweiten, praktischen Teil werden sich die Teilnehmer*innen mit der Erzeugung von Klängen in Räumen beschäftigen und sich dabei auf die Suche nach dem spirituellen Moment machen.

Referent: Christof Krippendorf, Kirchenmusiker

Wo: Gemeindehaus St. Elisabeth, Hochallee 61

Teilnehmerzahl: max. 15 Personen

Kosten: 5 Euro

Anmeldeschluss: Freitag, 2. Juni 2023


Anmeldungen und Rückfragen bei:

Maria Schmidt
Referentin für Seelsorge und Spiritualität
Tel.: 040 696 38 38 -49
Mobil: 0157 80 63 42 30
Mail: maria.schmidt@heiliggeist.org

Für die Verpflegung ist gesorgt:
Bei allen Workshops wird es Kaffee, Tee und Kuchen geben.

Junge Leute aus Heilig Geist in Rom

In den Herbstferien 2022 konnte nach längerer Pause wieder eine Messdiener-Reise stattfinden und dieses Mal führte es uns nach Rom. 18 Messdiener und Messdienerinnen aus der Pfarrei Heilig Geist machten sich im Oktober 2023 gemeinsam auf den Weg.